Sechs Jahre in Folge Angebotsdefizit — und trotzdem ein Preiseinbruch von fast 40 Prozent seit Januar. Das Paradox des Silbermarkts lässt sich auf zwei gegenläufige Kräfte herunterbrechen: fundamentale Knappheit auf der einen, geldpolitische Straffung auf der anderen Seite.
Fed dämpft Erholungshoffnungen
Die FOMC-Sitzung vom 18. März hat das Spielfeld neu geordnet. Die Fed hielt den Leitzins bei 3,50 bis 3,75 Prozent und signalisierte über den aktualisierten Dot Plot nur noch eine einzige Zinssenkung für den Rest des Jahres. Zinssenkungen, die Edelmetalle typischerweise beflügeln, sind damit vorerst vom Tisch.
Der Druck kommt von zwei Seiten: Ein stärkerer US-Dollar und zehnjährige Treasury-Renditen in Richtung 4,25 Prozent entziehen dem Silberpreis wichtige Unterstützung. Spot-Silber handelt aktuell bei rund 73,24 Dollar je Unze — eine Erholung von etwa 6 Prozent gegenüber den jüngsten Tiefs, aber noch weit entfernt vom Januar-Hoch bei 121 Dollar.
Zusätzliche Unruhe stiftet die Lage im Nahen Osten. Trumps angekündigte Angriffspause auf iranische Energieinfrastruktur ließ die Ölpreise um rund 10 Prozent einbrechen, was vorübergehend auch Dollar und Anleiherenditen drückte und Edelmetallen Auftrieb gab. Teheran dementierte laufende Verhandlungen, Israel setzte seine Angriffe fort. Das Ende der Angriffspause am 28. März könnte erneut starke Kursschwankungen auslösen.
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Strukturelles Defizit als Gegengewicht
Das fundamentale Bild bleibt trotzdem bemerkenswert angespannt. Laut Silver Institute wird der Silbermarkt 2026 zum sechsten Mal in Folge ein Defizit verzeichnen — diesmal mit einem Fehlbetrag von 67 Millionen Unzen. Die globale Produktion soll zwar auf den höchsten Stand seit einem Jahrzehnt steigen, reicht aber nicht aus, um die Nachfrage zu decken. Der Markt bleibt auf den Abbau oberirdischer Lagerbestände angewiesen.
Auf der Nachfrageseite gibt es ein gemischtes Bild. Die physische Investitionsnachfrage soll um 20 Prozent auf ein Dreijahreshoch von 227 Millionen Unzen zulegen — die westliche Retail-Nachfrage dreht nach drei Rückgangsjahren wieder ins Plus. Gleichzeitig belastet der Photovoltaik-Sektor die industrielle Nachfrage: Preisgünstigere Ersatzmetalle gewinnen in der Solarbranche an Boden, weshalb die industrielle Verarbeitung auf ein Vierjahrestief von rund 650 Millionen Unzen zurückfallen dürfte. Die Nachfrage aus dem Computing- und KI-Infrastrukturbereich bleibt hingegen robust.
Gold-Silber-Ratio zeigt relative Schwäche
Das Gold-Silber-Verhältnis ist seit Jahresbeginn von 59:1 auf 64:1 gestiegen — ein Zeichen dafür, dass Silber in der März-Korrektur stärker gelitten hat als Gold. Solange die Geopolitik für Unsicherheit sorgt und die Fed ihren restriktiven Kurs beibehält, dürfte die Volatilität hoch bleiben. Die anhaltende physische Knappheit und ein möglicherweise weiter steigender Goldpreis könnten Silber jedoch als relativen Puffer dienen — sofern der 28. März keine neue Eskalationsspirale auslöst.
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