Der Silberpreis erlebt derzeit eine der turbulentesten Phasen seiner Geschichte. Im Januar 2026 kletterte das weiße Metall kurzzeitig auf ein Allzeithoch von 121,62 US-Dollar je Unze — und stürzte wenig später nach Marginhöhungen der CME in Richtung 70 Dollar ab. Seitdem sucht der Markt nach Orientierung.
Heute notiert Silber nach einer Erholung auf 85,70 Dollar, getrieben von eskalierenden Spannungen im Nahen Osten. Die Schließung der Straße von Hormuz infolge des Iran-Kriegs hat die IEA zu einer koordinierten Freigabe von 400 Millionen Barrel aus den Reserven ihrer Mitgliedsstaaten bewogen — ein Schritt, der angesichts eines täglichen Versorgungsausfalls von 16 bis 18 Millionen Barrel jedoch kaum ausreicht. Die Ölpreisschocks verstärken die Inflationssorgen und damit die Safe-Haven-Nachfrage nach Edelmetallen.
Steigende Preise, sinkende Überzeugung
Das eigentlich Bemerkenswerte liegt nicht im Preisanstieg selbst, sondern in dem, was gleichzeitig passiert: Der iShares Silver Trust verzeichnete im vergangenen Monat Nettoabflüsse von 1,18 Milliarden US-Dollar — obwohl Silber im gleichen Zeitraum rund drei Prozent zulegte. Institutionelles Kapital verlässt das physisch hinterlegte Vehikel, während der Preis steigt. Rückläufiges Open Interest und fehlende Backwardation verstärken dieses Bild eines Marktes, dem die Überzeugung fehlt.
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Gleichzeitig belasten ein stärkerer US-Dollar und steigende Anleiherenditen den Preis. Die Fed dürfte die Zinsen in der kommenden Woche unverändert lassen, Händler rechnen frühestens im September mit einer Senkung um 25 Basispunkte. Hinzu kommen neue US-Handelsuntersuchungen der Trump-Administration, die den Weg für mögliche Zölle ebnen — ein weiterer Unsicherheitsfaktor, der kurzfristig stützend wirkt.
Strukturelle Defizite als langfristiger Anker
Jenseits der kurzfristigen Volatilität bleibt das fundamentale Bild bemerkenswert stabil. Silber befindet sich im fünften aufeinanderfolgenden Defizitjahr; das kumulierte Angebotsdefizit von 2021 bis 2026 beläuft sich auf rund 820 Millionen Unzen. Da mehr als 60 Prozent des Verbrauchs auf industrielle Anwendungen — Solarenergie, Elektronik, Fertigung — entfallen und rund 70 Prozent der Förderung als Nebenprodukt anderer Metalle anfällt, ist das Angebot strukturell unelastisch.
Ein Reuters-Poll vom Februar 2026 sieht den durchschnittlichen Jahrespreis 2026 bei 79,50 Dollar je Unze — eine Prognose, die angesichts des aktuellen Niveaus von 85,70 Dollar bereits überholt wirkt. Analysten erwarten erhöhte Volatilität, nennen aber schwächere Industrie- und Schmucknachfrage als mögliche Bremsfaktoren. Ob die geopolitischen Prämien im Preis nachhaltig bleiben, hängt maßgeblich davon ab, wie lange die Hormuz-Krise andauert — und wie sich Chinas Industrienachfrage in den kommenden Monaten entwickelt.
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