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Symbolbild, KI-generiert

Silber: Zoll-Schock beendet Rekordlauf

Der Silberpreis brach nach einem Allzeithoch massiv ein, nachdem US-Präsident Trump auf Importzölle verzichtete. Die politische Kehrtwende beendete Spekulationen auf eine weitere Verknappung.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Starker Preisverlust nach historischem Höchststand
  • Trump verzichtet überraschend auf Silber-Importzölle
  • Physische Knappheit bleibt trotz Kursrutsch bestehen
  • Markt zwischen strukturellem Defizit und Politik

Nach einer furiosen Rallye auf ein Allzeithoch von 93,75 US-Dollar brach der Silberpreis am Freitag massiv ein. Auslöser war eine überraschende Ankündigung aus Washington: US-Präsident Trump verzichtet vorerst auf Importzölle für kritische Mineralien – und damit auch auf Silber. Die Nachricht beendete abrupt die Spekulationen auf eine weitere Verknappung des Angebots.

Die wichtigsten Fakten:

  • Silberpreis fiel vom Rekordhoch zeitweise um über 7%
  • Marke von 90 US-Dollar konnte nicht gehalten werden
  • Trump-Ankündigung löste Verkaufswelle aus
  • Physische Knappheit bleibt bestehen

Strukturelles Defizit trifft auf politische Kehrtwende

Die vorangegangene Preisexplosion hatte handfeste Gründe. Industrie, Solar- und Batteriebranche sorgten für enorme Nachfrage, die auf ein seit Monaten enger werdendes Angebot trifft. Besonders dramatisch zeigte sich die Lage in China: An der Shanghai Gold Exchange notierte Silber zeitweise bei umgerechnet über 100 US-Dollar – ein erheblicher Preisaufschlag, der die angespannte Versorgungslage widerspiegelte.

Genau diese Knappheit befeuerte Spekulationen, dass mögliche US-Zölle das physische Defizit weiter verschärfen würden. Trumps Verzicht auf die Importabgaben nahm dieser Wette nun die Grundlage. Die unmittelbare Reaktion: Gewinnmitnahmen setzten ein und drückten den Preis unter die psychologisch wichtige 90-Dollar-Marke.

Konsolidierung nach extremer Rallye

Technisch bleibt die Lage angespannt. Der langfristige Aufwärtstrend ist zwar vorerst intakt, doch die hohe Volatilität der letzten Handelstage deutet auf erhebliche Nervosität hin. Das Unterschreiten der 90-Dollar-Schwelle könnte weitere Verkäufe auslösen.

Entscheidend wird sein, ob die fundamentale Knappheit am physischen Markt stark genug bleibt, um den Preis zu stützen – oder ob die wegfallende Zoll-Fantasie eine tiefergehende Korrektur einleitet. Der Konflikt zwischen strukturellem Defizit und politischer Kehrtwende bestimmt aktuell das Geschehen beim Edelmetall.

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