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Silber Preis: Tagestief bei 60,74 Dollar

Das Edelmetall notiert nahe der psychologisch wichtigen 60-Dollar-Marke und steht unter Druck durch eine starke Fed-Politik.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Silber erreicht Sechsmonatstief bei 60,74 Dollar
  • RSI zeigt überverkaufte Lage ohne Trendwende
  • Industrienachfrage auf Rekordniveau trotz Preisrutsch
  • Fed-Politik und starker Dollar belasten Silber

Silber fällt auf den tiefsten Stand seit sechs Monaten. Am Mittwoch rutschte das Metall auf ein Tagestief von 60,74 US-Dollar je Feinunze — und die entscheidende Marke bei 60 Dollar gerät damit direkt ins Visier.

Charttechnik sendet gemischte Signale

Der 14-Tage-RSI liegt bei rund 33 und zeigt damit eine überverkaufte Lage an. Eine Trendwende signalisiert das bislang nicht. Der Verkaufsdruck hat sich verfestigt.

Hält die 60-Dollar-Linie nicht, sehen Marktbeobachter das nächste Ziel bei 56,20 Dollar. Im Extremfall droht ein Rutsch bis zur 50-Dollar-Marke. Nach oben blockiert der 9-Tage-EMA bei 65,15 Dollar als erster Widerstand, dahinter liegt eine Zone bei 68,70 Dollar.

Industrie zieht, Fed bremst

Hinter dem Preisverfall steckt ein klassischer Widerspruch. Die industrielle Nachfrage läuft auf Hochtouren: Photovoltaik, Elektrofahrzeuge und KI-Infrastruktur treiben den Verbrauch. Das Silver Institute verzeichnete zuletzt ein Rekordniveau von über 680 Millionen Unzen industrieller Nachfrage — plus ein strukturelles Marktdefizit, das anhält.

Auf der anderen Seite lastet die Geldpolitik. Die Fed hält den Kurs restriktiv, der Dollar bleibt stark. Für ein zinsloses Metall ist das Gift. Das Gold-Silber-Ratio kletterte auf rund 67:1 — ein Zeichen, dass Gold seinen Status als sicherer Hafen besser verteidigt.

Blick auf den 25. Juni

Am Donnerstag erscheint der PCE-Bericht zur Kerninflation. Er könnte zeigen, ob die Fed ihren Zinspfad anpassen muss — und damit direkt den Dollar und den Silberpreis bewegen. Solange keine klare Entspannung bei den Realzinsen in Sicht ist, bleibt die 65,15-Dollar-Marke das Mindestziel für eine glaubwürdige Erholung.

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Diskussion zu Silber Preis

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.