Startseite » Rohstoffe » Silber Preis: Steigt auf 70 Dollar über Schuldensorgen

Silber Preis: Steigt auf 70 Dollar über Schuldensorgen

Silber verteuert sich im August deutlich, während stabile COMEX-Bestände gegen eine akute physische Angebotslücke sprechen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Silber erreicht 70,06 US-Dollar
  • August-Gewinn beträgt 21 Prozent
  • Wochenplus von 6,6 Prozent
  • COMEX-Bestände nahezu unverändert

Silber notiert am Donnerstag bei 70,06 US-Dollar je Feinunze und legt damit binnen eines Handelstags um 2,9 Prozent zu. Das Edelmetall setzt damit eine Aufwärtsbewegung fort, die den gesamten August geprägt hat – auf Monatssicht steht ein Plus von 21 Prozent zu Buche.

Woche für Woche nach oben

Der Blick auf die vergangenen Tage zeigt eine bemerkenswert stetige Entwicklung. Bereits in der Woche vom 17. bis 21. August verbuchte Silber laut einem Wochenrückblick einen Gewinn von 6,6 Prozent und schloss bei 68,97 US-Dollar je Feinunze.

Ein Marktbericht für denselben Zeitraum ordnete Silber gemeinsam mit Gold und Rohöl der Sorte WTI als kräftig steigend ein. Als Treiber der Bewegung im August nannten Medienberichte Sorgen um die US-Schuldenlage und eine daraus resultierende gestiegene Nachfrage nach Edelmetallen.

Auch in den Tagen danach blieb der Preis erhöht, wenn auch mit geringeren Ausschlägen: Medienberichten zufolge lag der Spotpreis am Montag bei 68,74 US-Dollar, blieb am Dienstag auf demselben Niveau und stieg bis zum Donnerstag auf 68,895 US-Dollar je Feinunze. Die Schwankungen der einzelnen Tage fielen damit deutlich kleiner aus als noch Mitte des Monats, als der Preis an einem einzigen Tag um mehr als fünf Dollar sprang.

Lagerbestände geben keinen Hinweis auf Angebotsknappheit

Ein Blick auf die physische Seite des Marktes liefert derzeit keine zusätzlichen Kaufargumente aus der Lagerentwicklung: Die COMEX-Bestände lagen zuletzt bei 338,2 Millionen Feinunzen, aufgeteilt in 99,2 Millionen Unzen im „registered“-Status und 239,0 Millionen Unzen im „eligible“-Status.

Gegenüber dem vorherigen Bericht blieben die Gesamtbestände nahezu unverändert. Das deutet darauf hin, dass die aktuelle Preisbewegung eher von Nachfrage- und Absicherungsmotiven getragen wird als von einer akuten physischen Verknappung an den Lagerstätten.

Einordnung für Anleger

Die Kombination aus stetigen Wochengewinnen, einem kräftigen Tagesplus zur Wochenmitte und einer über den gesamten August anhaltenden Aufwärtsbewegung zeichnet das Bild eines Marktes, der von makroökonomischen Sorgen getrieben wird – allen voran der Diskussion um die Tragfähigkeit der US-Staatsverschuldung.

Automatisierte Marktindikatoren deuten dabei auf eine gewisse Überhitzung der kurzfristigen Preisdynamik hin, was jedoch angesichts der fundamentalen Treiber allein noch keine Trendwende signalisiert.

Für Anleger bleibt entscheidend, ob die politische Debatte um die US-Fiskalpolitik in den kommenden Wochen weiter für Unsicherheit sorgt. Solange das der Fall ist, dürfte die safe-haven-Nachfrage nach Silber Bestand haben – auch wenn die Lagerdaten selbst derzeit keine zusätzliche Verknappungsstory liefern.

Anzeige

Silber Preis: Kaufen oder verkaufen?! Neue Silber Preis-Analyse vom 29. August liefert die Antwort:

Die neusten Silber Preis-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Silber Preis-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 29. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Silber Preis: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Silber Preis

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.