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Silber Preis: Sechstes Angebotsdefizit 46,3 Millionen Unzen

Silber fällt um 7,5 Prozent trotz geopolitischer Spannungen. Die anhaltende Zinsangst der Fed überlagert den Kriseneffekt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Wöchentlicher Silberpreisverlust von 7,5 Prozent
  • Gescheiterte US-iranische Gespräche ohne Preisschub
  • Fed-Sitzung und starker Dollar belasten
  • Sechstes Angebotsdefizit in Folge erwartet

Starke Nerven, schwacher Preis: Silber verlor in der abgelaufenen Woche rund 7,5 Prozent und schloss am Freitag bei 75,67 US-Dollar je Feinunze. Das Edelmetall notiert damit knapp vier Prozent unterhalb seines 50-Tage-Durchschnitts — obwohl geopolitische Risiken eigentlich für Nachfrage nach sicheren Häfen sorgen sollten. Der Markt denkt gerade anders.

Gescheiterte Diplomatie, kein Preisschub

Die sogenannten Islamabad Talks — die ersten direkten US-iranischen Gespräche seit 1979 — endeten am 12. April ohne Einigung. Der Streitpunkt: die Kontrolle über die Straße von Hormuz. Berichte vom 19. April zufolge lehnt Teheran eine zweite Verhandlungsrunde ab und verweist auf „übertriebene Forderungen“ Washingtons. US-Präsident Trump signalisierte am 25. April, keine weiteren ergebnislosen Verhandlungsrunden anzuordnen.

Die anhaltende Blockade der Meerenge hält die Energiepreise hoch und schürt Inflationsängste. Silber profitierte davon nicht. Stärker als die Krisenprämie wirkte die Sorge, dass die US-Notenbank ihre restriktive Geldpolitik länger als erwartet beibehält.

Fed-Signal wichtiger als Nahostrisiko

Die anstehende Fed-Sitzung Ende April dürfte keine Zinsänderung bringen — aber Investoren werden die Kommunikation genau lesen. Ein starker US-Dollar verteuert Silber für Käufer außerhalb des Dollarraums und begrenzt den klassischen Flucht-in-Sicherheit-Effekt. Ferner beeinflussen Spekulationen über Kevin Warsh, den nominierten Fed-Vorsitzenden, der sich für eine schärfere Inflationsbekämpfung ausgesprochen hat, die Marktstimmung.

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Solarsektor schwächelt, Defizit bleibt

Auf der Nachfrageseite schwächelt der Solarsektor. Experten erwarten für 2026 einen Rückgang der Photovoltaik-Nachfrage auf rund 151 Millionen Unzen. Chinesische Hersteller setzen verstärkt auf kupferbasierte Zellen als günstigere Alternative zu Silber.

Das physische Angebot bleibt dennoch strukturell knapp. Für 2026 wird das sechste jährliche Angebotsdefizit in Folge prognostiziert — ein erwarteter Fehlbetrag von rund 46 Millionen Feinunzen. Diese Knappheit hat den Preis bislang nicht gestützt, könnte aber bei einer Stimmungswende schnell wieder relevant werden.

Entscheidend für die kommende Woche wird der Ton der Fed. Signalisiert Jerome Powell eine längere Zinspause, dürfte der Druck auf Silber anhalten. Das 52-Wochen-Hoch von 116,89 Dollar, erreicht Ende Januar, liegt aktuell mehr als 35 Prozent entfernt — die Marke von 76 Dollar gilt kurzfristig als erste technische Hürde, die ein Erholungssignal setzen könnte.

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