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Symbolbild, KI-generiert

Silber Preis: Schwacher Dollar bremst Talfahrt

Nach dem Rückgang auf den tiefsten Jahresschlusskurs erholte sich Silber; US-Inflation und Zinsunsicherheit prägen den Ausblick.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Freitagsschluss bei 57,13 US-Dollar je Feinunze
  • Schwächerer Dollar stützte die Erholung
  • Londoner Silberbestände stiegen um 3,22 Prozent
  • Oktober-Inflationsdaten folgen am 10. November

Nach den heftigen Verlusten zur Wochenmitte hat das weiße Edelmetall zum Ende der Handelswoche wieder etwas Halt gefunden. Im Handel am Freitag ging die Notierung mit 57,13 USD je Feinunze aus dem Markt. Getragen wurde die Gegenbewegung vor dem Wochenende vor allem von einem nachgebenden US-Dollar sowie von Investoren, die angesichts von Turbulenzen an den weltweiten Aktienmärkten wieder vermehrt Schutz in Sachwerten suchten.

Umschichtung in sichere Häfen bremst Talfahrt

Verantwortlich für die zwischenzeitliche Erholung am Donnerstag und Freitag war Medienberichten zufolge eine spürbare Nachfrage nach krisenfesten Anlagen. Parallel dazu verlor die US-Währung an Schwung, was Edelmetalle für Käufer außerhalb des Dollarraums verbilligt und traditionell die Nachfrage stützt.

Die Erholung folgt auf turbulente Tage. US-Inflationsdaten belasten Silber weiterhin im übergeordneten Bild, nachdem die Teuerung der US-Verbraucherpreise im September mit einem Anstieg um 0,6 Prozent zum Vormonat und 3,7 Prozent zum Vorjahr unerwartet kräftig ausgefallen war.

Am Tag dieser Veröffentlichung war die Notierung um 6,29 Prozent auf 55,74 US-Dollar je Feinunze abgesackt, den tiefsten Schlusskurs des Jahres 2026. Zusätzliche Wachsamkeit löste der Erzeugerpreisindex für die Endnachfrage aus, der im September um 1,3 Prozent anzog und die Zinsdebatte in den USA neu entfachte.

Londoner Tresore melden Bestandsaufbau

Neben den geldpolitischen Impulsen blicken Marktteilnehmer auf fundamentale Lagerdaten. Die London Bullion Market Association (LBMA) wies in ihrem jüngsten Quartalsbericht für Ende September Silberbestände von 28.985 Tonnen in den Londoner Tresoren aus.

Gegenüber dem Vorquartal bedeutet dies einen Zuwachs um 3,22 Prozent. Die erfassten Reserven bilden die Bestände der teilnehmenden Lagerhäuser ab, spiegeln jedoch nicht das weltweite Nachfragegeschehen wider.

Auch am Terminmarkt zeichnete sich im Vorfeld der jüngsten Schwächephase Bewegung ab. Die US-Aufsichtsbehörde Commodity Futures Trading Commission (CFTC) wies in ihrem Bericht für COMEX-Silber mit Stichtag 6. Oktober ein Open Interest von 105.130 Kontrakten aus. Diese Daten erfassen die Positionierung vor dem jüngsten Abverkauf und belegen ein hohes Engagement der Händler an der Terminbörse.

Blick richtet sich auf nächste Inflationsdaten

Für Anleger am Silbermarkt bleibt die US-Geldpolitik das zentrale Thema der kommenden Wochen. Mit einem Minus von 19 Prozent seit Jahresanfang spiegelt die Notierung die anhaltende Zinsunsicherheit wider.

Der nächste wegweisende Impuls zeichnet sich für den kommenden Monat ab: Am 10. November legt das U.S. Bureau of Labor Statistics die Verbraucherpreisdaten für Oktober vor. Erst diese Veröffentlichung wird zeigen, ob sich der jüngste Preisdruck verfestigt und wie die US-Notenbank darauf reagieren könnte. Bis dahin dürften die Wechselkursentwicklung des US-Dollars und die Risikobereitschaft an den Aktienmärkten den Takt für Silber vorgeben.

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