Startseite » Rohstoffe » Silber Preis: Rekord-Import von 836 Tonnen

Silber Preis: Rekord-Import von 836 Tonnen

Die Blockade der Straße von Hormuz und Rekordimporte Chinas treiben den Silberpreis. Ein strukturelles Marktdefizit verstärkt den Aufwärtstrend.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Iran droht mit kompletter Blockade
  • Chinas Silberimporte erreichen Rekordhoch
  • Markt seit Jahren im Angebotsdefizit
  • Widerstand bei 80 Dollar je Unze

Die Spannungen im Nahen Osten erreichen eine neue Stufe. Iran bricht die indirekten Gespräche mit Washington ab und droht, die Straße von Hormuz vollständig zu blockieren. Für den Silberpreis ist das ein klares Signal: Anleger flüchten in Sachwerte.

Neue Eskalation, alte Hoffnung

Die Straße von Hormuz ist seit Ende Februar weitgehend blockiert. Hintergrund war eine Luftoffensive der USA und Israels gegen Iran. Jetzt verschärft Teheran den Kurs. Nachrichtenagentur Tasnim meldet: Iran und seine Verbündeten wollen die Meerenge komplett dichtmachen. Auch die Bab el-Mandeb-Straße soll ins Visier geraten.

Marktbeobachter sprechen von einem signifikanten Risiko für die globalen Lieferketten. Diplomatische Lösungen rücken in weite Ferne. Stattdessen wächst die Angst vor einer physischen Angebotsverknappung. Silber profitiert davon als monetärer Schutzschirm in Krisenzeiten.

Parallel dazu zeigen die Zolldaten aus China eine außergewöhnliche Entwicklung. Die Silberimporte des Landes stiegen im März um 78 Prozent auf 836 Tonnen. Das ist Rekord. Verglichen mit dem Zehnjahresschnitt liegt die Menge 173 Prozent höher.

Analysten von Scottsdale Mint bewerten das als Absicherung der heimischen Industrie. Silber ist zentral für Halbleiter, KI-Infrastruktur und Solarfertigung. Dass China trotz volatiler Preise so viel kauft, spricht für eine angespannte Versorgung mit zertifiziertem Industriemetall.

Strukturdefizit seit sechs Jahren

Der aktuelle Preisschub trifft auf einen Markt, der bereits seit 2021 im Defizit lebt. Das Silver Institute rechnet auch 2026 mit einer Nachfrage, die die Minenproduktion übersteigt. Kumuliert wurden 762 Millionen Unzen aus oberirdischen Beständen entnommen, um die Lücke zu schließen.

In Indien, einem der größten Absatzmärkte für physisches Silber, bleiben die Preise stabil bei rund 2.800 INR pro 10 Gramm. Händler berichten von robuster Grundnachfrage. Die steigenden Prämien für sofort lieferbares Material zeigen: Investoren setzen zunehmend auf echten Besitz, nicht auf Papierkontrakte.

Technische Hürde bei 80 Dollar

Trotz des Kurssprungs bleibt das Bild gemischt. Die Marke von 80 Dollar je Unze fungiert als entscheidender Widerstand. Erst ein nachhaltiger Ausbruch darüber könnte den Weg zur 90-Dollar-Marke öffnen. Der 50-Tage-Durchschnitt stützt die Bewegung als psychologische Basis.

Am Freitag veröffentlicht die US-Regierung die Arbeitsmarktdaten. Mitte Juni folgt die Zinssitzung der Federal Reserve. Steigen die Energiepreise durch die Hormuz-Krise weiter, könnte die Inflation anziehen. Für Silber bedeutet das ein Spannungsfeld: Geopolitische Risiken stützen, ein starker Dollar bremst.

Anzeige

Silber Preis: Kaufen oder verkaufen?! Neue Silber Preis-Analyse vom 2. Juni liefert die Antwort:

Die neusten Silber Preis-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Silber Preis-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 2. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Silber Preis: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Silber Preis

Silber Preis Chart