Der Silberpreis steht unter dem Einfluss mehrerer gleichzeitig wirkender Kräfte. Die anhaltende militärische Auseinandersetzung zwischen den USA, Israel und dem Iran hat die Straße von Hormuz faktisch zum Erliegen gebracht – mit spürbaren Folgen für die globalen Energie- und Rohstoffmärkte.
Der Spotpreis notiert heute bei rund 88,70 US-Dollar je Unze, ein leichtes Minus von 0,39 Prozent gegenüber dem Vortag. Damit liegt Silber noch deutlich unter seinem historischen Höchststand von 121 US-Dollar, den das Metall Ende Januar 2026 markierte – notiert aber rund dreimal so hoch wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Hormuz-Blockade als zentraler Unsicherheitsfaktor
Seit dem 28. Februar 2026 hat der koordinierte Militärschlag der USA und Israels auf den Iran die Straße von Hormuz weitgehend lahmgelegt. Der Tankertransit brach zunächst um rund 70 Prozent ein, über 150 Schiffe ankerten außerhalb der Meerenge – kurz darauf kam der Verkehr nahezu vollständig zum Erliegen. Die Islamische Revolutionsgarde erklärte alle Schiffe mit Verbindung zu den USA, Israel oder deren Verbündeten zu legitimen Zielen.
Für Silber ergibt sich daraus ein Zielkonflikt: Die geopolitische Unsicherheit stärkt die Safe-Haven-Nachfrage nach dem Metall als Investmentanlage. Gleichzeitig schürt ein anhaltender Ölpreisschock Rezessionssorgen – und damit Bedenken über die Industrienachfrage, die etwa die Hälfte des Silbermarktes ausmacht. Solarmodule, Elektrofahrzeuge und Elektronik sind die wichtigsten Abnehmer.
Strukturelles Defizit als Rückenwind
Unabhängig von der aktuellen Geopolitik weist der Silbermarkt ein strukturelles Angebotsdefizit auf. Zwischen 2021 und 2026 summiert sich der kumulative Fehlbetrag auf rund 820 Millionen Unzen – 2026 wäre damit das fünfte Defizitjahr in Folge. Allein die Photovoltaikindustrie verbraucht jährlich über 230 Millionen Unzen.
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Die gestrigen US-Verbraucherpreisdaten für Februar zeigten eine Jahresrate von 2,4 Prozent – im Rahmen der Erwartungen. Allerdings spiegeln diese Zahlen den Ölpreisanstieg infolge des Iran-Konflikts noch nicht wider. Sonu Varghese, Chief Macro Strategist der Carson Group, kommentierte: „Das ist die Ruhe vor dem Sturm, der durch steigende Benzinpreise im März sichtbar werden wird.“ Am 18. März trifft die Fed ihre nächste Zinsentscheidung; Händler rechnen nahezu einstimmig mit einer Pause.
J.P. Morgan setzt die Jahresdurchschnittsprognose für Silber 2026 bei 81 US-Dollar je Unze an – nach oben korrigiert von einem früheren Schätzwert von 56,30 US-Dollar. Ein Reuters-Poll aus Februar sieht den Jahresdurchschnitt bei 79,50 US-Dollar. Beide Prognosen liegen deutlich unter dem aktuellen Kursniveau, was die Dynamik der jüngsten Rally verdeutlicht.
Als größtes Abwärtsrisiko gilt ein restriktiver Kursschwenk der Fed: In einem solchen Szenario würde Silber aufgrund seiner höheren Volatilität stärker reagieren als Gold. Bis zur Fed-Entscheidung am 18. März und den darauffolgenden US-Inflationsdaten für März dürfte die Lage an der Straße von Hormuz der dominierende Preistreiber bleiben.
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