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Silber Preis: Juni-Crash von über 20 Prozent

Silber steigt um 2,36 Prozent auf 59,27 Dollar, verzeichnet aber seit Januar einen Verlust von 16,48 Prozent. Fed-Politik und Nahost-Konflikt prägen die Lage.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Silberpreis springt um 2,36 Prozent
  • Jahresbilanz bleibt mit 16,48 Prozent im Minus
  • Fed-Zinserhöhungen belasten Edelmetall
  • Nahost-Konflikt treibt Inflationssorgen

Silber springt am Freitag um 2,36 Prozent auf 59,27 Dollar je Feinunze. Der Erholung zum Trotz bleibt die Jahresbilanz tiefrot: Seit Januar hat das Edelmetall 16,48 Prozent verloren. Zinssorgen und der Nahost-Konflikt erklären den Absturz.

Fed-Politik bleibt zentraler Unsicherheitsfaktor

Die Zinserwartungen bestimmen weiterhin die Stimmung am Silbermarkt. Marktteilnehmer rechnen aktuell mit einer Wahrscheinlichkeit von 65 Prozent für eine weitere Fed-Zinserhöhung im September. Eine zusätzliche Anhebung bis Juni 2027 gilt als wahrscheinlich. Solche Aussichten belasten zinslos gehaltene Edelmetalle wie Silber direkt.

Fed-Chef Kevin Warsh sorgte am Freitag für zusätzliche Nervosität. Er bekräftigte zwar das Ziel der Notenbank, die Inflation zu senken. Eine unmittelbare Zinserhöhung signalisierte er aber nicht.

Drei Notenbanker mit abweichender Meinung forderten am selben Tag erneut eine straffere Geldpolitik. Diese gespaltene Haltung innerhalb der Fed hält die Unsicherheit über den künftigen Zinspfad hoch.

Nahost-Konflikt treibt Ölpreise und Inflationssorgen

Neben der Zinsfrage belastet die geopolitische Lage im Nahen Osten die Stimmung. Die USA griffen erneut iranische Ziele an, als Reaktion auf Teherans Attacken auf amerikanisches Vermögen. Die Hoffnung auf einen diplomatischen Durchbruch schwindet damit weiter.

Für Silber wirkt sich das paradox aus. Normalerweise gilt das Edelmetall als sicherer Hafen in Krisenzeiten. Seit Ausbruch des Konflikts Ende Februar treiben höhere Ölpreise aber die Inflationssorgen an. Das wiederum nährt Erwartungen einer strafferen Geldpolitik – und genau das belastet Silber.

Nach dem Juni-Crash: vorsichtige Stabilisierung

Der Blick auf den Jahresverlauf zeigt das eigentliche Ausmaß der Krise. Im Juni brach der Silberpreis um mehr als 20 Prozent ein. Der Juli dagegen verläuft deutlich ruhiger, mit einer nahezu unveränderten Monatsbilanz.

Der Freitagssprung passt in dieses Bild. Nach dem heftigen Einbruch bewegt sich der Kurs seither in einer engeren Spanne. Von einer echten Trendwende kann bei diesem Auf und Ab aber keine Rede sein.

Ausblick: September-Entscheidung als nächster Prüfstein

Die Zinsentscheidung der Fed im September dürfte der nächste große Impulsgeber für Silber werden. Parallel dazu behalten Investoren den Nahost-Konflikt und die Dollar-Bewegung im Blick. Beide Faktoren haben die Volatilität des Edelmetalls in den vergangenen Monaten maßgeblich getrieben.

Die Diskrepanz zwischen den fundamentalen Angebotsengpässen am physischen Silbermarkt und der aktuellen Zinssorge dürfte den Kurs kurzfristig in einer breiten Handelsspanne halten.

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Diskussion zu Silber Preis

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.