Erstmals in der Geschichte hat Silber die Marke von 100 US-Dollar je Feinunze durchbrochen. Am Freitag kletterte das Edelmetall auf 101 Dollar – ein Tagesplus von über fünf Prozent. Die Rallye ist beispiellos: Seit Jahresbeginn steht ein Plus von rund 40 Prozent zu Buche, nachdem der Preis bereits 2025 um 147 Prozent explodierte. Doch hinter dem Höhenflug steckt mehr als nur Spekulation.
Die Fakten im Überblick:
- Silber durchbricht erstmals 100 Dollar je Unze
- Jahresperformance 2025: +147 Prozent – stärkster Anstieg seit 1983
- Gold-Silber-Ratio auf 14-Jahres-Tief von 50:1 gefallen
- COMEX-Bestände um 114 Millionen Unzen geschrumpft
- Fünftes Jahr in Folge mit strukturellem Angebotsdefizit
Retail-Welle trifft auf physische Knappheit
Die Dynamik speist sich aus zwei Quellen. Seit Oktober kaufen Privatanleger massiv physische Barren und Münzen, während gleichzeitig Milliarden in physisch besicherte Silber-ETFs fließen. Diese spekulative Nachfrage trifft auf einen Markt, der bereits strukturell angespannt ist.
Die Londoner Tresore verzeichneten Ende September ein Rekordtief von 136 Millionen Unzen. Zwar erholten sich die Bestände bis Jahresende auf etwa 200 Millionen Unzen – das liegt aber deutlich unter den 360 Millionen Unzen während der Reddit-Rallye Anfang 2021. In New York schrumpften die COMEX-Bestände seit Oktober um 114 Millionen Unzen auf 418 Millionen. Das entspricht einem Abfluss von rund elf Milliarden Dollar.
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Gold-Silber-Verhältnis sendet klares Signal
Ein bemerkenswerter Indikator unterstreicht die Outperformance: Das Gold-Silber-Ratio ist auf 50:1 gefallen – der niedrigste Stand seit 14 Jahren. Im April 2025 waren noch 105 Unzen Silber nötig, um eine Unze Gold zu kaufen. Parallel notiert Gold bei einem Rekordhoch von 4.988 Dollar.
Fundamentale Engpässe bleiben bestehen
Der Markt kämpft im fünften Jahr in Folge mit einem Angebotsdefizit. Die Recycling-Kapazitäten können mit der Nachfrage nicht Schritt halten, da hochgradige Raffineriekapazitäten fehlen. Dieses strukturelle Ungleichgewicht dürfte auch 2026 anhalten und den Preisdruck von unten stützen.
Korrekturrisiko wächst
Trotz der fundamentalen Unterstützung mehren sich die Warnsignale. BofA-Stratege Michael Widmer beziffert einen fundamental gerechtfertigten Preis auf etwa 60 Dollar. Die Nachfrage von Solarpanel-Herstellern habe wahrscheinlich 2025 ihren Höhepunkt erreicht, während die industrielle Nachfrage unter den Rekordpreisen leide. Die kritische Unterstützung bei 90 Dollar gilt als wichtige Marke. Nach dem Verzicht auf Zölle für kritische Metalle Mitte Januar dürften weitere Abflüsse aus US-Beständen folgen – eine potenzielle Entspannung für den überhitzten Markt.
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