First Majestic Silver hat am Mittwoch hochgradige Bohrergebnisse aus seiner Mine San Dimas im mexikanischen Bundesstaat Durango vorgelegt. Der Silberpreis notiert am Donnerstag bei 66,38 US-Dollar je Feinunze, nach einem Rückgang von 0,7 Prozent am Vortag. Die Nachricht aus Mexiko rückt damit die Angebotsseite des Marktes wieder ins Blickfeld der Anleger.
Spitzenwerte deutlich über dem Minendurchschnitt
Das Unternehmen hat 2026 bislang rund 89.000 der geplanten etwa 117.000 Meter Bohrungen abgeschlossen. Die Ergebnisse fallen ungewöhnlich hochgradig aus: Der Abschnitt LUZ26X-02 am Standort El Cristo lieferte auf 1,30 Metern einen Gehalt von 2.625 Gramm Silber und 58,25 Gramm Gold pro Tonne, umgerechnet auf ein Silberäquivalent von 6.994 Gramm pro Tonne.
Ein weiterer Abschnitt, ELI26X-10, erbrachte auf 0,88 Metern 2.604 Gramm Silber und 43,08 Gramm Gold je Tonne. Solche Konzentrationen liegen weit über dem, was in etablierten Silberminen üblich ist, und deuten auf ein erweitertes Explorationspotenzial an einem der produktivsten Silber-Gold-Vorkommen Mexikos hin.
Für Anleger sind solche Bohrergebnisse mehr als eine Randnotiz. San Dimas zählt zu den traditionsreichsten Silberminen Lateinamerikas, und neue hochgradige Zonen können mittelfristig die Reserven- und Ressourcenbasis des Betreibers erweitern. Das ist relevant, weil der Silbermarkt seit Jahren mit strukturellen Angebotsengpässen ringt – ein Thema, das die Preisentwicklung des Metalls im laufenden Jahr bereits maßgeblich mitgeprägt hat.
Preis bewegt sich in enger Handelsspanne
Der aktuelle Kurs von 66,38 US-Dollar liegt nur knapp unter dem 100-Tage-Durchschnitt von 66,39 US-Dollar, was auf eine Konsolidierung nach der starken Rally der vergangenen zwölf Monate hindeutet. Silber hat sich damit von seinem 52-Wochen-Tief bei 41,15 US-Dollar deutlich erholt, notiert aber weiterhin klar unter dem im Januar erreichten 52-Wochen-Hoch von 121,78 US-Dollar.
Die aktuelle Konsolidierung fällt in eine Phase, in der der breitere Edelmetallmarkt von widersprüchlichen Kräften getrieben wird: steigende US-Anleiherenditen und ein anhaltend hoher Ölpreis stehen einer Notenbankpolitik gegenüber, deren Kurs vor der bevorstehenden Fed-Sitzung Mitte September noch unklar ist.
Vor diesem makroökonomischen Hintergrund gewinnen unternehmensspezifische Nachrichten wie die aus San Dimas an Gewicht. Während sich die Debatte um Zinsentscheidungen und Dollarstärke tagesaktuell wechselnd auf den Silberpreis auswirkt, liefern konkrete Explorationserfolge wie jene von First Majestic eine fundamentalere Perspektive auf die Angebotsseite.
Sollten sich die hochgradigen Zonen bei San Dimas als förderwürdig erweisen, könnte dies langfristig zusätzliches Silberangebot aus einer der bedeutendsten Minenregionen der Welt bedeuten – ein Faktor, den Anleger bei ihrer Einschätzung der mittelfristigen Preisentwicklung im Blick behalten dürften.
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