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Symbolbild, KI-generiert

Silber Preis: Bestände auf Achtmonatshoch?

Konferenzteilnehmer rechnen mit höheren Notierungen, während steigende Lagerbestände und die Deutsche Bank kurzfristige Risiken signalisieren.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • COMEX-Silber verliert 0,9 Prozent
  • Umfrage sieht 94,70 US-Dollar binnen zwölf Monaten
  • Lagerbestände erreichen Achtmonatshoch
  • Deutsche Bank hält Überschuss 2027 für möglich

Die Stimmung am Silbermarkt schwankt zwischen Zuversicht und spürbaren Bremsspuren. Am Montag ging die Feinunze an der COMEX mit einem Minus von 0,9 Prozent bei 60,55 US-Dollar aus dem Handel. Während Konferenzteilnehmer mittelfristig deutlich höhere Notierungen sehen, deuten steigende Bestände und vorsichtigere Prognosen auf kurzfristige Hürden hin.

Konferenzteilnehmer setzen auf kräftige Erholung

Auf der LBMA Global Precious Metals Conference äußerten sich die Delegierten optimistisch über die kommenden Monate. In einer Umfrage unter den Konferenzteilnehmern ergab sich eine durchschnittliche Preiserwartung von rund 94,70 US-Dollar je Unze auf Sicht von zwölf Monaten. Die Teilnehmer begründeten diese Haltung vor allem mit einer anhaltenden Nachfrage aus der Industrie und dem Investmentsektor.

Gleichzeitig wurde auf der Fachkonferenz jedoch auch über einen sinkenden Silberverbrauch in einzelnen industriellen Bereichen berichtet. Die Umfrage spiegelt die Stimmung der anwesenden Marktteilnehmer wider, stellt jedoch kein offizielles Kursziel der Branchenorganisation dar.

Wachsende Bestände und Skepsis der Banken

Auf der Angebotsseite traten zuletzt dämpfende Signale auf. Das Analysehaus Mirae Asset berichtete am vergangenen Freitag über einen Zuwachs der registrierten COMEX-Silberbestände um mehr als 6,50 Millionen Unzen seit dem 25. September auf 102,81 Millionen Unzen. Dies entspricht einem Achtmonatshoch bei den Lagerbeständen an der New Yorker Terminbörse.

Zusätzliche Zurückhaltung signalisierte die Deutsche Bank. Das Institut hält Medienberichten zufolge einen Angebotsüberschuss am Silbermarkt bereits im Jahr 2027 für möglich. Als Ursachen führten die Analysten anwachsende Lagerbestände sowie eine nachlassende industrielle Nachfrage an. Für das zweite Quartal 2027 bezifferte die Bank ihre Prognose auf einen durchschnittlichen Spotpreis von 70 US-Dollar je Unze.

Zinsdruck und wichtige Preisdaten voraus

Belastend wirkten sich in der vergangenen Woche zudem geldpolitische Faktoren aus. Signale aus dem Protokoll der US-Notenbank, ein festerer US-Dollar sowie hohe Renditen bei den US-Staatsanleihen drückten den Preis zeitweise in die Nähe von 59 US-Dollar. Mit dem aktuellen Niveau notiert Silber unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 65,01 US-Dollar.

Neue Impulse erwarten die Marktteilnehmer bereits am morgigen Mittwoch. Das U.S. Bureau of Labor Statistics legt die US-Verbraucherpreise für September vor. Die Teuerungsdaten gelten als wichtiger Orientierungspunkt für die Zinserwartungen vor der nächsten Sitzung des Offenmarktausschusses der Federal Reserve, deren Zinsentscheidung am 28. Oktober ansteht.

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