Eigentlich gilt Silber als klassischer Schutz vor Geldentwertung. Aktuell bewirkt ein massiver Inflationsschock genau das Gegenteil. Der Preis für das Edelmetall fiel am Montag auf gut 75 US-Dollar je Feinunze. Der Grund liegt in der Straße von Hormus.
Energieschock blockiert Zinssenkungen
Die gescheiterten Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran belasten den Markt schwer. Irans andauernde Blockade der wichtigen Seehandelsroute löst den schwersten Energieschock seit Jahrzehnten aus. Vor dem Konflikt flossen hier ein Fünftel der weltweiten Öl- und Gaslieferungen. Seit Ausbruch der Krise hat Silber rund 17 Prozent an Wert verloren.
Steigende Energiepreise treiben die globale Inflation nach oben. Der Internationale Währungsfonds rechnet mittlerweile mit einer Teuerungsrate von 4,4 Prozent. Die Folge: Zentralbanken streichen ihre geplanten Zinssenkungen. Laut dem FedWatch Tool sehen die Märkte nur noch eine Wahrscheinlichkeit von 21 Prozent für einen US-Zinsschritt nach unten in diesem Jahr.
Auch die Europäische Zentralbank hat den geldpolitischen Kurs bereits verschärft. Sie hob ihre Inflationsprognose an und senkte die Erwartungen für das Wirtschaftswachstum. Höhere Zinsen machen renditelose Anlagen wie Silber für Investoren unattraktiv. Ein starker US-Dollar verstärkt diesen Verkaufsdruck zusätzlich.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Silber Preis?
Physischer Markt bleibt angespannt
Abseits der geopolitischen Verwerfungen zeigt der physische Markt ein anderes Bild. Silber steuert auf das fünfte Defizitjahr in Folge zu. Die weltweite Minenproduktion stagniert bei gut 800 Millionen Unzen jährlich. Das liegt vor allem daran, dass Silber meist nur als Beiprodukt der Basismetallförderung anfällt.
Marktbeobachter sehen langfristig sogar einen strukturellen Vorteil in der aktuellen Krise. Die große Unsicherheit über die künftige Ölversorgung beschleunigt die weltweiten Investitionen in Solarenergie. Das treibt die industrielle Nachfrage nach dem Edelmetall weiter an.
Analysten blicken trotz des jüngsten Preisverfalls von den Höchstständen im Januar optimistisch nach vorn. J.P. Morgan rechnet für das laufende Jahr mit einem Durchschnittspreis von 81 US-Dollar je Unze. Die Commerzbank geht noch einen Schritt weiter und erwartet bis Ende 2026 einen Anstieg auf 90 US-Dollar.
Silber Preis: Kaufen oder verkaufen?! Neue Silber Preis-Analyse vom 27. April liefert die Antwort:
Die neusten Silber Preis-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Silber Preis-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Silber Preis: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
