Startseite » Marktberichte » Silber Preis: 4,62 Prozent Absturz auf 58,75 Dollar
Symbolbild, KI-generiert

Silber Preis: 4,62 Prozent Absturz auf 58,75 Dollar

Silber fällt auf tiefsten Stand seit Dezember 2025. Zinserhöhungsängste und ein starker Dollar setzen dem Edelmetall zu.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Silberpreis fällt unter 60 Dollar
  • Zinserhöhungsängste belasten den Markt
  • Gold-Silber-Ratio steigt auf 67:1
  • Angebotsdefizit bleibt strukturell bestehen

Silber ist am Mittwoch unter die 60-Dollar-Marke gefallen. Der Preis notierte bei rund 58,75 Dollar je Feinunze — ein Tagesverlust von 4,62 Prozent. Das ist das tiefste Niveau seit Dezember 2025.

Zwei Großbanken lieferten den unmittelbaren Auslöser. Bank of America prognostiziert nun drei Zinserhöhungen um je 25 Basispunkte — in September, Oktober und Dezember 2026. Das würde den US-Leitzins auf 4,25 bis 4,50 Prozent heben. Die Deutsche Bank rechnet mit zwei Schritten. Die Märkte reagierten prompt: Die Wahrscheinlichkeit einer Fed-Zinserhöhung im September kletterte von 29 auf 68 Prozent — innerhalb einer Woche.

Ein stärkerer Dollar verstärkte den Druck. Hinzu kam ein Ausverkauf bei US-Technologieaktien. Viele Investoren lösten Edelmetallpositionen auf, um Verluste anderswo auszugleichen.

Silber fällt doppelt so hart wie Gold

Das Gold-Silber-Ratio weitete sich auf rund 67:1 aus — das höchste Niveau seit den Hochphasen des Iran-Krieges. Gold verlor am Dienstag 1,7 Prozent, Silber 5,4 Prozent. Die Differenz ist kein Zufall: Silber reagiert sensibler auf Zinserwartungen als Gold, weil es stärker industriell genutzt wird.

Der Kontext macht den Einbruch noch deutlicher. Gold liegt 28 Prozent unter seinem Januar-Hoch bei 5.600 Dollar. Silber hat mehr als 50 Prozent von seinem Rekordhoch nahe 120 Dollar verloren. Die Korrektur begann mit Gewinnmitnahmen nach einer 148-prozentigen Rallye. Dann beschleunigte der Energiepreisschock aus dem US-Iran-Konflikt den Abwärtstrend — Händler gaben Erwartungen auf Fed-Zinssenkungen auf.

PCE-Daten entscheiden über die nächste Richtung

Heute um 14:30 Uhr MEZ veröffentlicht das US-Statistikamt die PCE-Inflationsdaten für Mai. Der PCE-Index ist der bevorzugte Inflationsindikator der Fed. Der Konsens erwartet 4,1 Prozent im Jahresvergleich — der höchste Wert seit April 2023. Für den Kern-PCE liegt die Prognose bei 3,3 bis 3,4 Prozent.

Ein Problem dabei: Die Mai-Daten spiegeln noch die erhöhten Ölpreise aus dem Iran-Konflikt wider. Die Entlastung durch das Friedensabkommen — niedrigere Energiepreise — zeigt sich erst im Juni-PCE, der Ende Juli erscheint. Das bedeutet: Selbst bei einer Entspannung an der Inflationsfront bleibt der heutige Datenpunkt strukturell belastet.

Strukturelles Defizit stützt langfristig

Jenseits der Zinsdebatte bleibt das fundamentale Bild angespannt. Der globale Silbermarkt steuert 2026 auf sein sechstes aufeinanderfolgendes Angebotsdefizit zu. Laut dem World Silver Survey des Silver Institute beläuft sich das Defizit auf 46,3 Millionen Unzen — mehr als die 40,3 Millionen Unzen aus 2025.

Der Solarsektor, lange ein zentraler Nachfragetreiber, zieht sich zurück. Die Photovoltaik-Nachfrage fiel 2025 um 6 Prozent auf 186,6 Millionen Unzen. 2026 soll sie um weitere 19 Prozent auf rund 151 Millionen Unzen sinken. Das Defizit weitet sich trotzdem aus — weil die Minenproduktion noch schneller schrumpft als die Nachfrage fällt.

Kurzfristig dominieren Zinshike-Ängste und ein starker Dollar. Zeigen die heutigen PCE-Daten überraschend niedrige Werte, könnte Silber zumindest einen Teil der jüngsten Verluste aufholen. Liegen sie über den Erwartungen, dürfte der Druck auf das Metall weiter zunehmen.

Anzeige

Stand heute, 24. Oktober: Silber Preis – Kaufen, halten oder verkaufen?

Wer in Silber Preis investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 24. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.

Silber Preis: Gratis-Analyse (PDF) öffnen …

Diskussion zu Silber Preis

Redaktion Kapitalmarktexperten

Unter „Redaktion Kapitalmarktexperten“ erscheinen Beiträge, die mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz erstellt werden. Themenauswahl, Quellen und die redaktionellen Regeln verantwortet die Redaktion; verantwortlich im Sinne des § 18 Abs. 2 MStV ist Dr. Robert Sasse. Hinweise und Korrekturen: kapitalmarktexperten.de/korrekturen/