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Symbolbild, KI-generiert

Silber Preis: 46 Millionen Unzen Defizit

Industrielle Nachfrage aus KI und Solar treibt Silber trotz hoher Zinsen. Der Markt leidet im sechsten Jahr unter einem Angebotsdefizit.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Industrie treibt über 55% der Nachfrage
  • Angebotslücke von 46 Millionen Unzen
  • Kursstabil dank Rechenzentren und Solar
  • Widerstand bei 61,42 Dollar im Fokus

Ein starker Dollar drückt auf Edelmetalle. Steigende Anleiherenditen tun ihr Übriges. Trotzdem hält sich Silber hartnäckig über der Marke von 58 US-Dollar. Der Grund: Rechenzentren und Solaranlagen brauchen das Metall dringender denn je.

Industrie treibt die Nachfrage

Mehr als 55 Prozent der weltweiten Silbernachfrage stammt inzwischen aus der Industrie. Künstliche Intelligenz, saubere Energien und die Elektrifizierung treiben den Bedarf. Institutionelle Anleger halten sich wegen hoher Zinsen eher zurück. Der physische Bedarf für Rechenzentren und Photovoltaik-Anlagen sorgt trotzdem für konstanten Abnahmedruck.

Diese Stärke trifft auf ein knappes Angebot. Der Markt steckt bereits im sechsten Jahr in Folge in einem Defizit. Analysten taxieren die Unterdeckung für das laufende Jahr auf rund 46 Millionen Unzen. Etwa 70 Prozent der weltweiten Förderung entstehen nur als Nebenprodukt beim Abbau von Kupfer oder Zink. Deshalb reagiert die Produktion kaum auf steigende Preise.

Widerstand bei 61,42 Dollar entscheidet

Charttechnisch konsolidiert der Kurs seine jüngste Bewegung. Die Marke von 61,42 US-Dollar gilt als entscheidende Hürde für den langfristigen Aufwärtstrend. Ein Ausbruch darüber könnte laut Analysten den Weg bis 70 US-Dollar öffnen.

Nach unten sichert die Zone um 58 US-Dollar ab. Aktuell notiert Silber bei etwa 58,21 US-Dollar.

Die Volatilität bleibt hoch. Das Metall schwankt zwischen zwei Erzählungen. Einerseits stützen Ausgaben für Technologie- und Energieinfrastruktur den Kurs. Andererseits belastet die Entwicklung der US-Renditekurve das zinslose Edelmetall.

Fed bremst, Investoren zögern

Der geldpolitische Kontext bleibt schwierig für Edelmetalle. Die US-Notenbank Fed dürfte ihren straffen Kurs vorerst beibehalten. Das stärkt den Dollar zusätzlich. Marktteilnehmer erwarten die erste Zinssenkung frühestens im Dezember 2026, teils erst im ersten Quartal 2027.

Die späte Lockerung erhöht kurzfristig die Opportunitätskosten für Silber-Investments. Trotzdem nutzen viele Anleger Rücksetzer für gezielte Zukäufe. Die Kombination aus industrieller Knappheit und technologischem Wandel macht das Metall widerstandsfähig.

Großbanken wie die UBS sehen eine ideale Einstiegszone erst zwischen 48 und 50 US-Dollar. Der aktuelle KI-Boom verhindert bisher jedoch ein tieferes Abrutschen. Solange die Nachfrage aus Rechenzentren und Solarparks hoch bleibt, dürfte die Marke von 58 US-Dollar ihre Stützfunktion behalten.

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