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Silber Preis: 3,15 Prozent Rebound nach Ausverkauf

Der Silberpreis steigt nach US-Inflationsdaten um über drei Prozent. Trotz Wochenverlust wachsen Hoffnungen auf eine Bodenbildung.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Silberpreis steigt um 3,15 Prozent
  • US-Inflationsdaten schwächen den Dollar
  • Sechstes Angebotsdefizit in Folge erwartet
  • Gold-Silber-Ratio signalisiert günstige Bewertung

Der Silbermarkt blickt auf einen brutalen Monat zurück. Ein Minus von gut 20 Prozent in 30 Tagen spricht eine deutliche Sprache. Am Freitag kehrte jedoch Leben in den Handel zurück. US-Inflationsdaten brachten die erhoffte Entlastung.

Zum Wochenschluss schoss der Silberpreis um 3,15 Prozent nach oben. Eine Feinunze kostet damit aktuell 59,69 Dollar. Auf Wochensicht steht zwar immer noch ein Verlust von knapp sieben Prozent auf der Anzeigetafel. Dennoch weckt der kräftige Tagesgewinn Hoffnungen auf eine Bodenbildung.

Inflation stützt den Kurs

Der Auslöser für den Preissprung war der US-PCE-Inflationsbericht. Die Teuerungsrate lag im Mai bei 4,1 Prozent und traf damit exakt die Erwartungen. Ein Aufatmen für Investoren. Die Wahrscheinlichkeit für eine weitere Zinserhöhung im Dezember sank daraufhin leicht. Das schwächte den Dollar und lockte physische Käufer zurück in den Markt.

Fed-Chef Kevin Warsh bleibt allerdings hart. Er will die Inflation zwingend unter Kontrolle bringen. Damit tritt er Spekulationen entgegen, er könnte dem politischen Druck für rasche Zinssenkungen nachgeben. Der nächste Zinsentscheid am 29. Juli wird zum wichtigen Prüfstein. Laut Terminmarkt rechnen fast 78 Prozent der Händler mit einer Zinspause.

Das Defizit wächst weiter

Abseits der Geldpolitik bleibt das fundamentale Bild für Silber extrem angespannt. Die Photovoltaik-Industrie senkt ihren Verbrauch in diesem Jahr zwar um 19 Prozent. Der globale Silbermarkt steuert dennoch auf sein sechstes Angebotsdefizit in Folge zu. Es soll rund 46 Millionen Unzen betragen.

Der Grund dafür liegt auf der Angebotsseite. Das Minenangebot schrumpft derzeit schneller, als die industrielle Nachfrage zurückgeht. Silber fällt meist nur als Nebenprodukt bei der Förderung von Kupfer oder Zink an. Minenbetreiber können die Produktion daher kaum kurzfristig hochfahren.

Auch das Gold-Silber-Ratio signalisiert Bewegung. Der Wert pendelte sich zum Wochenschluss bei knapp 69 ein. Historisch betrachtet gilt Silber ab einem Wert von über 60 im Vergleich zu Gold als günstig bewertet.

Hürden auf dem Weg nach oben

Charttechnisch bleibt die Lage eingetrübt. Der Silberpreis notiert aktuell fast 19 Prozent unter seinem 50-Tage-Durchschnitt. Diese Linie bildet nun den ersten massiven Widerstand auf dem Weg nach oben.

Auf der Unterseite dient das 52-Wochen-Tief bei rund 45 Dollar als letztes großes Auffangbecken. Am 29. Juli liefert die US-Notenbank mit ihrem Zinsentscheid den nächsten konkreten Impuls für den Markt.

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