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Silber Preis: 12 Prozent Plus in 30 Tagen

Silber notiert fester dank schwacher US-Daten und geopolitischer Risiken. Die kommende Woche bringt mit Fed-Protokoll und Konjunkturdaten neue Impulse.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Wochenplus trotz Jahresminus von 8,2 Prozent
  • Schwache US-Daten senken Zinserwartungen
  • Geopolitische Spannungen stützen Edelmetallnachfrage
  • Charttechnische Hürde bei 65,44 US-Dollar

Silber beendet die Woche mit einem kleinen Plus. Am Freitag schließt der Spotpreis bei 64,83 US-Dollar je Feinunze. Im laufenden Jahr steht das Edelmetall trotzdem mit 8,2 Prozent im Minus.

Schwache US-Daten stützen den Kurs

Die jüngste Erholung hat einen klaren Auslöser: enttäuschende Konjunkturdaten aus den USA. Die Einzelhandelsumsätze für Juli sind überraschend um 0,6 Prozent gesunken. Das vorläufige Konsumklima der Universität Michigan fiel auf 51,0 Punkte.

Diese Signale dämpfen die Erwartungen an eine straffere Fed-Politik. Die Wahrscheinlichkeit für einen Zinsschritt im September liegt an den Märkten nur noch bei etwa 29 Prozent. Sinkende Zinserwartungen schwächen den Dollar. Das macht Silber für Anleger außerhalb der USA günstiger.

Über die vergangenen 30 Tage zeigt sich der Effekt bereits: Silber legte in diesem Zeitraum rund 12 Prozent zu. Kein Wunder, dass Käufer trotz der schwachen Jahresbilanz Zuversicht zeigen.

Geopolitik treibt die Nachfrage nach sicheren Häfen

Neben den Wirtschaftsdaten bleibt die Lage in der Straße von Hormus entscheidend. Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran blockieren wichtige Seewege. Das treibt nicht nur den Ölpreis, sondern stärkt auch die Nachfrage nach Silber als sicherem Hafen.

Silber spielt aktuell eine doppelte Rolle. Die Sorge um das globale Wachstum belastet die industrielle Nachfrage, etwa im Photovoltaik-Sektor. Derzeit überwiegt jedoch die monetäre Komponente: schwacher Dollar und geopolitische Unsicherheit treiben Anleger in Edelmetalle.

Diese Termine bestimmen die neue Woche

Ab dem 17. August richten Anleger den Blick auf mehrere wichtige Daten:

  • Montag, 17. August: Chinesische Wirtschaftsdaten zu Industrieproduktion und Einzelhandel für Juli. China zählt zu den größten Abnehmern von Industriesilber.
  • Mittwoch, 19. August: Die FOMC-Minutes geben Einblick in die interne Zinsdebatte der Fed. Zeitgleich veröffentlicht die Eurozone ihre endgültigen Inflationsdaten.
  • Freitag, 21. August: Der US-Einkaufsmanagerindex für Dienstleistungen liefert weitere Hinweise zur US-Konjunktur.

Charttechnik: Bullen zielen auf 65 Dollar

Charttechnisch befindet sich Silber in einer Konsolidierung. Die nächste Hürde für Käufer liegt bei 65,44 US-Dollar. Ein Ausbruch darüber könnte den Weg zu 66,80 und mittelfristig zu 71,00 US-Dollar öffnen.

Auf der Unterseite dient die Marke von 64,16 US-Dollar als erste Absicherung. Rutscht der Kurs darunter, geraten 63,10 US-Dollar und die psychologische Zone bei 61,50 US-Dollar in den Blick der Händler.

Die FOMC-Minutes am Mittwoch dürften der nächste wichtige Test für die Marke bei 65,44 US-Dollar sein. Fällt die Zinsdebatte der Fed dovish aus, spricht das für einen Ausbruch nach oben.

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Diskussion zu Silber Preis

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.