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Silber Preis: 10,53 Prozent unter 77-Dollar-Marke

Silber fällt um über zehn Prozent auf 76,34 Dollar. Starke US-Konjunkturdaten und sinkende Zinssenkungshoffnungen setzen dem Edelmetall zu.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Tagesverlust von über zehn Prozent
  • Starke US-Daten belasten den Kurs
  • Industrienachfrage bleibt langfristiger Stützpfeiler
  • Neue Konjunkturdaten in der Woche erwartet

Silber erlebt einen harten Realitätscheck. Nicht die Industrienachfrage drückt den Preis, sondern der alte Gegenspieler der Edelmetalle: ein stärkerer Dollar und sinkende Zinssenkungsfantasie. Genau dieser Mix macht die Lage heikel, weil das langfristige Nachfragebild intakt wirkt, der Markt kurzfristig aber klar auf Makrodaten reagiert.

Am Freitag schloss Silber bei 76,34 Dollar je Feinunze, ein Tagesminus von 10,53 Prozent. Der Rutsch drückte den Preis knapp unter den 50-Tage-Durchschnitt von 77,10 Dollar.

Der Ausschlag ist deutlich. Er zeigt, wie eng Silber derzeit wieder an den Dollar und die Zinserwartungen gekoppelt ist. Wer nur auf das Industriemetall-Narrativ schaut, verpasst den wichtigsten Taktgeber der Woche.

Auf Wochensicht verlor Silber 5,60 Prozent, im Monatsvergleich 4,13 Prozent. Seit Jahresbeginn steht dennoch ein Plus von 5,64 Prozent.

US-Daten kippen die Stimmung

Auslöser des Drucks waren robuste Konjunkturdaten aus den USA. Starke Einzelhandelsumsätze sowie höhere Verbraucher- und Erzeugerpreise nähren die Erwartung, dass die Federal Reserve die Zinsen länger hoch halten könnte.

Für Silber ist das doppelt unangenehm. Ein festerer Dollar verteuert das Metall für Käufer außerhalb des Dollarraums. Höhere Zinsen erhöhen zudem die Opportunitätskosten von Edelmetallen, die keine laufenden Erträge abwerfen.

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Gold geriet ebenfalls unter Druck. Silber reagiert oft stärker, weil es zwischen zwei Rollen steht: Edelmetall einerseits, Industriemetall andererseits. Genau diese Mischung sorgt in Phasen wechselnder Makrosignale für schnelle Bewegungen.

Industriebedarf bleibt der Gegenpol

Am langfristigen Nachfrageargument ändert der Rücksetzer wenig. Rund 50 Prozent des weltweit geförderten Silbers fließen in industrielle Anwendungen. Dazu zählen Elektronik, Solartechnik, Medizintechnik und Batterien.

Vor allem Solaranlagen haben den Silberbedarf in den vergangenen Jahren gestützt. Bis 2030 wird ein weiter steigender Industriebedarf erwartet, getrieben durch neue Anwendungen in E-Mobilität, Sensorik und 5G-Netzen. Das gibt dem Markt ein strukturelles Fundament, schützt aber nicht vor kurzfristigen Zinsschocks.

Datenwoche liefert neue Impulse

Der Kalender der neuen Woche ist voll genug, um die Schwankungen hoch zu halten:

  • Montag, 18. Mai: China veröffentlicht Daten zu Anlageinvestitionen, Einzelhandelsumsätzen und Industrieproduktion für April.
  • Dienstag, 19. Mai: Japan legt eine erste Schätzung zum Bruttoinlandsprodukt vor.
  • Donnerstag, 21. Mai: Vorläufige Einkaufsmanagerindizes für wichtige Volkswirtschaften stehen an.
  • Freitag, 22. Mai: Reden von EZB- und Fed-Vertretern treffen auf Eurogruppe und EcoFin-Rat.

Technisch liegt der kurzfristige Prüfstein nun am Durchschnitt bei 77,10 Dollar; darüber rückt die mittelfristige Linie bei 82,72 Dollar näher. Bleibt der Dollar stark, dürfte jede Erholung zunächst gegen denselben makroökonomischen Gegenwind laufen, der Silber am Freitag getroffen hat.

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