Starke Jahresgewinne, aber ein schwieriger Tag: Silber gibt nach und notiert bei rund 77,77 US-Dollar je Unze — mehr als drei Dollar unter dem Vortageswert. Der Grund liegt weniger in einem einzelnen Ereignis als in einer Gemengelage, die den Markt in zwei Richtungen zieht.
Fed-Entscheid im Schatten des Iran-Kriegs
Das FOMC gibt heute seine Zinsentscheidung bekannt. Ein Halten bei 3,50 bis 3,75 Prozent gilt mit über 92-prozentiger Marktwahrscheinlichkeit als gesichert — bereits im Januar ließ die Fed den Leitzins nach drei Senkungen im Jahr 2025 unverändert. Entscheidend wird nicht der Beschluss selbst sein, sondern der Ton, den Jerome Powell auf seiner Pressekonferenz anschlägt. Es dürfte eine seiner letzten sein: Im Mai scheidet er aus dem Amt.
Der Iran-Krieg hat das makroökonomische Bild zuletzt deutlich eingetrübt. Angriffe auf regionale Energieinfrastruktur halten die Ölpreise nahe der 100-Dollar-Marke, während US-Verbündete Trumps Aufruf zur Sicherung der Schifffahrt durch die Straße von Hormuz ablehnten. Ökonomen haben ihre Prognosen in den vergangenen Wochen spürbar angepasst — einige zweifeln inzwischen daran, dass die Fed 2026 überhaupt noch eine Zinssenkung vornehmen wird.
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Stagflation trifft Angebotsknappheit
Für Silber ergibt sich daraus ein klassisches Dilemma. Als Edelmetall profitiert es von Inflationsschutz-Nachfrage und geopolitischer Unsicherheit. Gleichzeitig stärkt eine hawkische Fed-Haltung den US-Dollar — und ein starker Dollar drückt die Investmentnachfrage nach dem dollardenominierten Rohstoff. Genau dieser Mechanismus belastet den Preis derzeit.
Auf der Angebotsseite verschärft sich ein eigenständiges Problem. Fresnillo PLC, der weltgrößte primäre Silberproduzent, senkte seine Förderguidance für 2026 um neun Prozent — geologisch begründet durch schmalere Erzadern und sich verschlechternde Bodenbedingungen, noch vor jeglichem Zolleffekt. Der Silbermarkt steuert auf sein fünftes aufeinanderfolgendes Defizitjahr zu, mit einem kumulierten Angebotsdefizit von rund 820 Millionen Unzen zwischen 2021 und 2026.
Trotz des heutigen Rücksetzers liegt Silber im bisherigen Jahresverlauf rund zwölf Prozent im Plus. Strukturelle Defizite und robuste industrielle Nachfrage aus dem Elektroniksektor bilden das fundamentale Fundament — das kurzfristige Bild hingegen hängt heute Nachmittag an Powells Worten. Ein hawkischer Ton würde den Dollar stützen und Silber weiter belasten; eine überraschend zurückhaltende Rhetorik könnte die Investmentnachfrage rasch zurückbringen.
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