Nach einem Anstieg von rund 31 US-Dollar Anfang 2025 auf ein Allzeithoch von 120 US-Dollar Ende Januar 2026 durchläuft Silber derzeit eine deutliche Beruhigungsphase. Heute notiert das Edelmetall bei rund 84 US-Dollar je Feinunze – und damit weit unterhalb des Monatshochs von 95,85 US-Dollar.
Geopolitik und Makro belasten
Der Preisrückgang vom Allzeithoch folgte rasch und scharf: Von 116,61 US-Dollar am 28. Januar fiel Silber bis zum 5. Februar auf 70,90 US-Dollar – ein Minus von knapp 40 Prozent innerhalb weniger Tage. Auslöser war vor allem der Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran, der die Ölpreise nach oben trieb, Inflationssorgen verstärkte und die Märkte dazu brachte, Zinssenkungserwartungen nach hinten zu verschieben.
Die Fed-Zinspolitik bleibt ein zentraler Druckfaktor. Die nächste Zinssenkung wird inzwischen erst für September oder Oktober erwartet, nachdem frühere Prognosen noch den Juli nannten. Der US-Dollar-Index hält sich bei rund 99,3 und begrenzt damit den Spielraum für weitere Kursgewinne bei dollarnotierte Rohstoffe. Gleichzeitig verharren die US-10-Jahresrenditen nahe 4,14 Prozent.
Einen Gegenpol setzten zuletzt schwache US-Arbeitsmarktdaten: Der Rückgang um 92.000 Stellen und ein Anstieg der Arbeitslosenquote auf 4,4 Prozent erhöhten die Wahrscheinlichkeit einer früheren geldpolitischen Lockerung – was nicht verzinsliche Assets wie Silber tendenziell attraktiver macht.
Strukturelle Nachfrage bleibt intakt
Abseits des kurzfristigen Marktgeschehens stützen fundamentale Faktoren den Silberpreis. Die Photovoltaikindustrie verbraucht jährlich mehr als 230 Millionen Unzen, Elektrofahrzeuge benötigen 25 bis 50 Gramm je Fahrzeug. Der Silbermarkt steht vor seinem fünften aufeinanderfolgenden Defizitjahr; der kumulierte Angebotsfehlbetrag von 2021 bis 2026 summiert sich laut Marktdaten auf 820 Millionen Unzen.
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Auf der Angebotsseite verschärft sich die Lage: Rund 70 Prozent der Minenproduktion fällt als Nebenprodukt anderer Metalle an, während primäre Silberminen mit sinkenden Erzgehalten und steigenden Kosten kämpfen.
Was Analysten erwarten
Die institutionellen Prognosen spiegeln die ungewöhnliche Marktlage wider. J.P. Morgan erwartet für 2026 einen Jahresdurchschnitt von 81 US-Dollar je Unze, mit einem leichten Anstieg auf 85 US-Dollar bis zum vierten Quartal. Der Reuters-Konsens vom Februar liegt bei 79,50 US-Dollar – bereits deutlich nach oben korrigiert gegenüber früheren Schätzungen. Die Deutsche Bank sieht sogar Potenzial bis 100 US-Dollar zum Jahresende und verweist darauf, dass Silber in der Spätphase eines Edelmetall-Bullenmarkts historisch dazu neigt, Gold zu übertreffen. UBS betont, dass die langfristigen Fundamentaldaten auch nach der jüngsten Korrektur stützend bleiben.
Der übergeordnete Aufwärtstrend seit Ende 2025 ist trotz der jüngsten Volatilität noch intakt. Entscheidend für die weitere Richtung dürften die Entwicklung der Fed-Politik, der Verlauf des Nahost-Konflikts und die Positionierung institutioneller Investoren sein.
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