Silber hat am Sonntag einen deutlichen Rückgang erlitten — rund 4,4 Prozent auf etwa 81 Dollar je Unze. Der Preisverfall ist kein Zufall, sondern das Ergebnis mehrerer gleichzeitig wirkender Kräfte.
Dollar und Fed setzen Silber unter Druck
Im Zentrum steht die veränderte Zinspolitik-Erwartung. Anhaltend hohe Inflation — zuletzt bestätigt durch die Februar-Verbraucherpreisdaten — hat die Märkte dazu gebracht, die nächste Fed-Zinssenkung von Juli auf September zu verschieben. Die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen kletterten auf ein Fünf-Wochen-Hoch. Für ein nicht verzinsliches Edelmetall wie Silber ist das ein ungünstiges Umfeld.
Hinzu kommt ein erstarkter US-Dollar, der Silber für Käufer außerhalb des Dollarraums schlicht teurer macht. Geopolitische Spannungen im Nahen Osten — darunter Irans Ankündigung, die Straße von Hormus geschlossen zu halten, sowie intensivierte Angriffe auf regionale Öl- und Transportanlagen — stützen zwar die Nachfrage nach sicheren Häfen und verhinderten einen noch schärferen Einbruch. Als Gegengewicht zur Dollar-Stärke reichen sie jedoch nicht aus.
Strukturelle Nachfrage bröckelt
Abseits der kurzfristigen Marktbewegung gerät ein wichtiger Langfrist-Treiber ins Wanken: die Solarindustrie. Bislang zählten Photovoltaik-Hersteller zu den größten industriellen Silberverbrauchern. Doch da Silber inzwischen bis zu 29 Prozent der Modulkosten pro Watt ausmacht, suchen Hersteller aktiv nach Alternativen. Longi Green Energy und Jinko Solar setzen zunehmend auf Kupfer-basierte Technologien, Shanghai Aiko Solar bringt bereits silberfreie Zellen auf den Markt. Laut Silver Institute dürfte die PV-Silbernachfrage 2025 trotz Rekord-Solarinstallationen weltweit um rund 5 Prozent sinken.
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Das ist bemerkenswert — denn gleichzeitig befindet sich der Silbermarkt im fünften aufeinanderfolgenden Defizitjahr. Von 2021 bis 2025 summiert sich der kumulative Angebotsfehlbetrag auf rund 820 Millionen Unzen.
Prognosen und Einordnung
J.P. Morgan erwartet für 2026 einen Jahresdurchschnittspreis von 81 Dollar je Unze — mehr als doppelt so hoch wie 2025. Eine Reuters-Umfrage vom Februar kommt auf einen ähnlichen Wert von 79,50 Dollar. Beide Schätzungen liegen damit in etwa auf dem aktuellen Preisniveau, was zeigt, wie weit Silber von seinem Januarhoch nahe 121 Dollar zurückgefallen ist.
Das Metall steht damit vor einem Widerspruch: Strukturelle Angebotsdefizite und geopolitische Unsicherheiten sprechen eigentlich für höhere Preise — doch Dollar-Stärke, restriktivere Fed-Signale und der technologische Wandel im Solarsektor drücken in die Gegenrichtung. Wie sich dieses Spannungsfeld auflöst, hängt maßgeblich davon ab, ob und wann die Fed tatsächlich die Zinswende einleitet.
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