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Symbolbild, KI-generiert

Silber: Gegenbewegung nach dem freien Fall

Nach einem massiven Verlust von über 42 Prozent seit Januar erholt sich der Silberpreis deutlich. Politische Entspannung im Iran-Konflikt lindert Inflations- und Zinsängste und stoppt den Abwärtstrend.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Politische Entspannung stoppt Silber-Absturz
  • Kursverlust von über 42 Prozent seit Januar
  • Starke Dollar- und Zinsanstiege als Haupttreiber
  • Fundamentale Nachfrage aus Industrie bleibt stabil

Der Silberpreis hat sich am Freitag spürbar erholt — und das nach einem der schwersten Monate seit Jahren. Noch im Januar 2026 notierte das Edelmetall auf einem Rekordhoch von 121,64 US-Dollar. Zuletzt waren es zeitweise nur noch rund 61 Dollar. Was steckt hinter diesem extremen Einbruch, und was hat die Wende ausgelöst?

Trumps Iran-Frist gibt den Ausschlag

Der unmittelbare Auslöser der heutigen Erholung um knapp 2,7 Prozent auf 69,83 US-Dollar war politischer Natur. US-Präsident Trump verlängerte die Verhandlungsfrist mit dem Iran bis zum 6. April — und milderte damit die Angst vor einem Militärschlag auf iranische Energieanlagen. Teheran ließ als begleitendes Signal zehn Öltanker durch die Straße von Hormus passieren.

Die Entspannung am Energiemarkt nahm kurzfristig Druck vom Inflationsausblick. Das wiederum linderte die Zinsangst, die Silber in den vergangenen Wochen massiv belastet hatte.

Der Weg in den Abgrund

Der Kursrückgang von über 42 Prozent seit dem Januar-Hoch war kein normaler Rücksetzer. Zwei Faktoren wirkten dabei zusammen: Der US-Dollar-Index kletterte über 99,9 Punkte, und die Renditen für US-Staatsanleihen stiegen deutlich. Gleichzeitig revidierte die Federal Reserve ihre Zinssenkungsprognose für 2026 von zwei Schritten auf nur noch einen.

Das löste Margin Calls und Zwangsliquidationen gehebelter ETF-Positionen aus — ein mechanischer Verstärker, der den Preisverfall bis auf rund 61 US-Dollar trieb.

Strukturelle Stützen bleiben intakt

Hinter dem makroökonomischen Lärm bleibt die fundamentale Lage für Silber vergleichsweise solide. Das globale Angebot für 2026 wird auf etwa 1,05 Milliarden Unzen geschätzt — nur ein Prozent mehr als im Vorjahr. Die industrielle Nachfrage hält dagegen: Photovoltaik, KI-Rechenzentren und Elektromobilität binden strukturell wachsende Silbermengen.

Ob das Angebotsdefizit die geldpolitischen Gegenwindes aufwiegen kann, hängt maßgeblich davon ab, wie sich die Verhandlungen mit dem Iran bis zum 6. April entwickeln. Eine weitere Deeskalation würde den Inflationsdruck dämpfen und könnte spekulativem Kapital den Weg zurück in den Silbermarkt öffnen — die Basis für eine nachhaltigere Erholung in der zweiten Jahreshälfte 2026.

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