Eine militärische Blockade am Persischen Golf und gescheiterte Friedensgespräche in Islamabad. Normalerweise bildet dieses Umfeld ein klassisches Szenario für explodierende Edelmetallpreise. Aktuell reagieren Investoren allerdings unerwartet. Sie trennen sich von Silber und flüchten stattdessen in den US-Dollar. Der Grund liegt in einer komplexen Kettenreaktion aus eskalierenden Energiepreisen und wachsender Zinsangst.
Kettenreaktion am Persischen Golf
Die diplomatische Eiszeit zwischen den USA und dem Iran zieht weitreichende Folgen nach sich. Nachdem Präsident Trump eine Marine-Blockade der Straße von Hormuz angeordnet hat, schoss der Preis für WTI-Rohöl umgehend wieder über die Marke von 100 US-Dollar je Barrel. Dieser drastische Energiepreisschock vernichtet die bisherigen Hoffnungen auf eine sinkende Inflation.
Im März kletterte die US-Gesamtinflation bereits auf 3,3 Prozent. Das markiert den höchsten Stand seit fast zwei Jahren, maßgeblich getrieben durch einen Kostenanstieg im Energiesektor um knapp elf Prozent. Marktbeobachter rechnen nun fest mit einer anhaltend restriktiven Geldpolitik der Federal Reserve.
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Zinsangst drückt den Preis
Steigende Renditen bei US-Staatsanleihen machen unverzinste Anlagen unattraktiv. Folglich gab der Spot-Silberpreis zu Wochenbeginn um mehr als zwei Prozent nach. Investoren bauen ihre Positionen nach der jüngsten Rallye ab. Zusätzliche Volatilität verspricht der heute anstehende US-Erzeugerpreisindex (PPI). Fällt dieser hoch aus, bestätigt das die Befürchtung, dass sich die Inflation weiter durch die Lieferketten frisst.
Fundamentaldaten als Stütze
Abseits der akuten Zinsdebatte bleibt das Marktumfeld extrem eng. Der Silbermarkt verzeichnet das fünfte Defizitjahr in Folge. Zwischen 2021 und 2026 summiert sich der Angebotsfehlbetrag auf gewaltige 820 Millionen Unzen. Gleichzeitig sorgt die Energiewende, speziell durch Elektrofahrzeuge und Solartechnik, für eine anhaltend robuste industrielle Nachfrage.
Kurzfristig dominieren geopolitische Risse das Bild, da mehrere europäische Staaten eine Beteiligung an der US-Blockade ablehnen. Charttechnisch fokussieren sich Händler nun auf die wichtige Unterstützungsmarke bei 73 US-Dollar je Unze. Fällt dieser Bereich, drohen weitere Abverkäufe. Auf der Oberseite bildet das Level um 76 US-Dollar den nächsten massiven Widerstand.
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