Ein Börsenstopp mitten in einer Rallye? Die CME spricht von Kühlproblemen – doch die Märkte wittern etwas ganz anderes. Nach stundenlanger Zwangspause explodierte der Silberpreis regelrecht. Analysten sprechen offen von einem Short Squeeze, der außer Kontrolle geriet. Gleichzeitig bricht die physische Versorgung zusammen: 50 Millionen Unzen per Luftbrücke von New York nach London – ein logistischer Kraftakt, der die Verzweiflung der Marktteilnehmer offenbart. Steht das Papiergeld-System vor dem Kollaps?
Handelsausfall schürt Manipulationsvorwürfe
Die Chicago Mercantile Exchange fror am Freitag den Silberhandel für mehrere Stunden ein. Offiziell waren es technische Probleme durch überhitzte Rechenzentren. Doch das Timing könnte kaum brisanter sein: Massive Eindeckungskäufe hatten den Preis bereits unter Druck gesetzt, als plötzlich die Systeme ausfielen.
Nach Wiederaufnahme des Handels schoss Silber vertikal nach oben. Der Verdacht vieler Händler: Der Stopp sollte Zeit verschaffen, um die Position von Short-Sellern zu stabilisieren. Stattdessen wuchs das Misstrauen gegenüber dem „Papier-Silber-Markt“ weiter. Immer mehr Investoren fordern die physische Auslieferung – und genau da liegt das Problem.
Physische Bestände auf dem Tiefstand
Die Lagerbestände befinden sich auf dem niedrigsten Niveau seit Jahren. Im Oktober mussten über 50 Millionen Unzen per Luftfracht von New York nach London transportiert werden – ein beispielloser Vorgang im Rohstoffhandel. Solche logistischen Notmaßnahmen deuten auf akute Lieferengpässe hin.
Gleichzeitig treibt die industrielle Nachfrage den Markt:
- Solarboom: Die globale Energiewende verschlingt massive Mengen des Industriemetalls
- Elektronik: Chips und Leiterplatten benötigen kontinuierlich Silber
- Defizit wächst: Angebot und Nachfrage klaffen immer weiter auseinander
- Papiermarkt unter Druck: Physische Auslieferungsforderungen steigen dramatisch
Charttechnischer Durchbruch eröffnet neue Dimensionen
Der Ausbruch über 54 USD hat technisch alle Schleusen geöffnet. Am Freitag kletterte der Preis auf rund 56,42 USD – ein Plus von fast 6 Prozent an einem einzigen Tag. Zum Wochenstart notierte Silber bereits über der Marke von 56,71 USD und damit auf einem neuen 52-Wochen-Hoch.
Die UBS hatte erst kürzlich ihr Kursziel auf 60 USD bis 2026 angehoben. Diese Prognose könnte bereits in den kommenden Wochen erreicht werden. Andere Analysten wie Andrew Maguire sprechen offen von 80 USD, sollte der Druck auf Short-Positionen an der COMEX weiter zunehmen.
Gold notiert parallel fest über 4.200 USD, doch Silber zeigt eine deutliche Outperformance. Das klassische Gold-Silber-Ratio verschiebt sich zugunsten des weißen Metalls – ein Zeichen dafür, dass Investoren zunehmend auf die Angebotsknappheit setzen.
Papiermärkte verlieren die Kontrolle
Der Silberpreis befindet sich in einer Preisfindungsphase, die sich zunehmend von den klassischen Terminmärkten abkoppelt. Was früher durch Futures und Derivate bestimmt wurde, wird jetzt durch die physische Verfügbarkeit diktiert. Für Montag erwarten Händler extrem volatile Märkte. Die Frage ist nicht mehr, ob neue Hochs kommen – sondern wie schnell.
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