Silber hat am Freitag Geschichte geschrieben: Erstmals überschritt das Edelmetall die Marke von 100 US-Dollar je Feinunze. Der Spotpreis kletterte auf 101 Dollar – ein Plus von über 40 Prozent seit Jahresbeginn. Doch während Privatanleger massiv zugreifen, mehren sich die Warnsignale vor einer gefährlichen Überhitzung.
Die wichtigsten Fakten:
– Silberpreis erreichte am Freitag 101 US-Dollar (+5,1%)
– Seit Jahresbeginn bereits 40 Prozent im Plus
– Gold-Silber-Verhältnis auf 14-Jahres-Tief von 50:1 gefallen
– COMEX-Lagerbestände um 114 Millionen Unzen geschrumpft
Kaufrausch trifft auf strukturelle Knappheit
Die spektakuläre Rallye speist sich aus mehreren Quellen. Privatanleger kaufen über Barren, Münzen und ETFs in noch nie dagewesenem Ausmaß. Gleichzeitig herrscht im Londoner Referenzmarkt physische Knappheit – bereits das fünfte Jahr in Folge mit strukturellem Angebotsdefizit.
Hinzu kommt der geopolitische Rückenwind. Unsicherheiten treiben Investoren in Edelmetalle. Das Gold-Silber-Verhältnis ist von 105:1 im April auf aktuell 50:1 kollabiert – der niedrigste Stand seit 14 Jahren.
Die COMEX-Lagerbestände erzählen eine ähnliche Geschichte: Von 532 Millionen Unzen Anfang Oktober auf 418 Millionen Unzen geschmolzen. Der Abfluss von 114 Millionen Unzen entspricht einem Wert von rund 11 Milliarden Dollar.
Analysten warnen vor Korrekturgefahr
BofA-Stratege Michael Widmer beziffert den fundamental gerechtfertigten Silberpreis auf etwa 60 Dollar – weit unter dem aktuellen Niveau. Seine Begründung: Die Nachfrage aus der Solarindustrie hat bereits 2025 ihren Höhepunkt erreicht.
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StoneX-Analystin Rhona O’Connell wird noch deutlicher. Sie beschreibt die Situation als „selbstbefeuernden Kaufrausch“ und warnt: Sobald erste Risse auftreten, könnten diese schnell zu Abgründen werden.
Auch die Verfügbarkeit von Sekundärangebot bleibt eingeschränkt. Laut Metals Focus limitiert ein Mangel an hochgradiger Raffineriekapazität die Rückführung von Silberschrott in den Markt – selbst bei Rekordpreisen.
Entspannung bei Zollsorgen könnte Druck aufbauen
Washington verzichtete Mitte Januar in seiner Überprüfung kritischer Metalle auf neue Zölle. Analysten erwarten nun verstärkte Abflüsse aus US-Beständen, was die Liquidität in den traditionellen Märkten erhöhen dürfte.
BNP Paribas-Stratege David Wilson rechnet angesichts der spekulativen Natur der Rallye und nachlassender physischer Marktenge mit baldigen Gewinnmitnahmen. Der breite Edelmetallsektor befindet sich im Höhenflug: Gold kratzt mit 4.988 Dollar an der 5.000-Dollar-Marke, Platin erreichte bei 2.749 Dollar ein Allzeithoch.
Die erwarteten Zinssenkungen der Fed im zweiten Halbjahr 2026 sowie anhaltende Zentralbankkäufe dürften die Nachfrage nach zinslosen Anlagen weiter stützen. Doch bei Silber ist die Frage nicht mehr, ob die Rallye weitergeht – sondern wann die Korrektur kommt.
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