Drei Verlusttage in Folge, ein Tagesrückgang von 3,3 Prozent auf 80,54 US-Dollar je Feinunze — Silber kämpft zum Wochenschluss mit einem ungewöhnlich dichten Gegenwind. Starker Dollar, steigende Anleiherenditen und ein eskalierender Nahost-Konflikt treffen das Edelmetall gleichzeitig.
Geopolitik dreht die Safe-Haven-Logik um
Das Paradoxe an der aktuellen Lage: Eigentlich profitiert Silber von geopolitischer Unsicherheit. Im laufenden Nahost-Konflikt fließt das Kapital jedoch bevorzugt in den US-Dollar. Nach den jüngsten Militärschlägen erstarkte der Greenback deutlich — und macht Edelmetalle für Käufer außerhalb des Dollarraums schlicht teurer.
Die Rhetorik zwischen Washington und Teheran verschärft sich zusätzlich. US-Präsident Trump erklärte, die Verhinderung einer iranischen Atombombe wiege schwerer als Bedenken über steigende Ölpreise. Irans neuer oberster Führer Khamenei drohte seinerseits, die Straße von Hormus geschlossen zu halten. Die steigenden Energiepreise befeuern Inflationssorgen — und verschieben die Erwartungen an die US-Notenbank. Der Markt sieht beim nächsten Fed-Meeting keine Chance auf eine Zinssenkung, die Wahrscheinlichkeit für einen Schritt im Jahresverlauf liegt noch bei rund 70 Prozent. Zehnjährige US-Staatsanleiherenditen kletterten auf ein Fünf-Wochen-Hoch — ein schwieriges Umfeld für eine nicht verzinsliche Anlage.
Institutionelle Verkäufe verstärken den Druck
Der iShares Silver Trust (SLV) von BlackRock, weltgrößter Silberfonds, veräußerte allein am 11. März mehr als 115 Tonnen Silber — der sechste Verkaufstag in Folge. Zwischen dem 4. und 11. März flossen netto 395 Tonnen aus dem Fonds ab. Der Bestand liegt noch bei knapp 15.540 Tonnen, entsprechend rund 42,4 Milliarden US-Dollar.
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Auf Wochensicht dürfte Silber mehr als 2 Prozent verlieren. Zum Vergleich: Im vergangenen Monat war der Preis noch um rund 8 Prozent gestiegen, auf Jahressicht liegt das Plus bei knapp 149 Prozent.
Strukturelle Unterstützung bleibt bestehen
Die kurzfristige Korrektur ändert nichts an den fundamentalen Markttreibern. Fünf aufeinanderfolgende Jahre mit Angebotsdefiziten bilden eine strukturelle Preisbasis. Seit Januar 2026 unterliegen chinesische Silberexporte zudem einem Lizenzsystem — analog zu den Beschränkungen bei Seltenen Erden. Nur 44 Unternehmen sind für 2026 und 2027 exportberechtigt. Da China rund 60 bis 70 Prozent der weltweiten Raffination kontrolliert, wirkt diese Restriktion weit über den Bergbau hinaus.
Silber hatte am 29. Januar mit 121,62 US-Dollar ein Allzeithoch markiert, bevor es in einem scharfen Rücksetzer bis in den 75-Dollar-Bereich fiel. Die aktuelle Konsolidierung um die 80-Dollar-Marke bewegt sich damit nahe dem J.P.-Morgan-Jahresdurchschnittsziel von 81 US-Dollar — und knapp über dem Reuters-Konsens von 79,50 US-Dollar für das Gesamtjahr 2026.
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