Der Silberpreis kennt aktuell nur eine Richtung und attackiert mit Vehemenz historische Höchststände. Doch hinter der beeindruckenden Kursrallye tobt ein fundamentaler Konflikt zwischen massiver physischer Nachfrage und regulatorischem Gegenwind. Während die Lagerbestände schmelzen, versuchen Börsenbetreiber, die Spekulation einzudämmen.
Das Wichtigste in Kürze:
* Physischer Engpass: Marktteilnehmer bestehen zunehmend auf physischer Auslieferung statt Barausgleich.
* Leere Lager: Die „Registered“-Bestände an der COMEX sind auf ein kritisches Niveau gefallen.
* Gegenwind: Die CME Group hat die Margin-Anforderungen erhöht, was den Handel verteuert.
* Positionierung: Kommerzielle Händler („Commercials“) wetten weiterhin netto auf fallende Kurse.
Der Run auf das physische Metall
Treibende Kraft der aktuellen Aufwärtsbewegung ist eine zunehmende Flucht in physisches Silber. Investoren scheinen das Vertrauen in reine Papier-Kontrakte zu verlieren und nutzen die Terminmärkte verstärkt, um eine reale Auslieferung des Edelmetalls zu erzwingen. Dieser sogenannte „Squeeze“ trifft auf eine angespannte Angebotssituation.
Besonders an der Warenterminbörse COMEX spitzt sich die Lage zu. Die für sofortige Lieferungen verfügbaren Bestände in der sogenannten „Registered“-Kategorie sind laut Marktbeobachtern nahezu leergefegt. Dieser fundamentale Engpass wirkt wie ein Brandbeschleuniger für die Notierungen und zwingt Verkäufer, Material am freien Markt zu beschaffen.
Regulierer ziehen die Zügel an
Der steile Anstieg ruft jedoch die Regulierer auf den Plan. Die Börsenbetreiberin CME Group hat auf die Volatilität reagiert und die Margin-Anforderungen für Silber-Futures angepasst. Das Hinterlegen höherer Sicherheitsleistungen verteuert das Halten spekulativer Long-Positionen und könnte kurzfristig zu Gewinnmitnahmen führen.
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Gleichzeitig offenbaren die „Commitment of Traders“-Daten (CoT) ein massives Ungleichgewicht: Die kommerziellen Händler sind weiterhin netto short positioniert. Sie stehen damit diametral gegen den aktuellen Trend und spekulieren auf eine Korrektur. Diese Konstellation birgt erhebliches Spannungspotenzial.
Charttechnik bestätigt Bullenmarkt
Trotz der regulatorischen Bremsversuche spricht die Markttechnik eine klare Sprache. Der Silberpreis ist nachhaltig aus seinem langfristigen Aufwärtstrendkanal nach oben ausgebrochen, was die Dynamik zusätzlich beschleunigt. Mit einem aktuellen Kurs von rund 85,84 US-Dollar notiert das Edelmetall nur minimal unter dem 52-Wochen-Hoch von 85,89 US-Dollar. Allein in den letzten 30 Tagen konnte der Preis um knapp 38 Prozent zulegen.
Die Gemengelage bleibt damit explosiv. Während höhere Margins kurzfristig dämpfend wirken können, dominiert aktuell die Angst vor physischer Knappheit das Marktgeschehen. Sollte der Druck auf die physischen Lagerbestände anhalten, dürften die „Commercials“ gezwungen sein, ihre Short-Positionen einzudecken, was den Aufwärtstrend weiter untermauern würde.
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