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Silber: Absturz unter 80 Dollar

Der Silberpreis erlebt einen massiven Ausverkauf, getrieben von einem starken US-Dollar und geopolitischen Spannungen. Trotz physischer Knappheit dominieren Zins- und Rezessionsängste den Markt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kursverfall von Allzeithoch auf unter 80 Dollar
  • Starker Dollar und verschobene Zinswende belasten
  • Physisches Angebot zeigt deutliche Verknappung
  • Analysten erwarten volatile Handelsrange

Die Blockade der Straße von Hormus und rasant steigende Ölpreise schüren weltweit Stagflationsängste. Obwohl geopolitische Krisen traditionell Edelmetalle beflügeln, erlebt das weiße Metall derzeit einen massiven Ausverkauf. Ein unerwarteter makroökonomischer Mix zwingt den Kurs in die Knie und entkoppelt Silber spürbar von seiner Rolle als klassischer sicherer Hafen.

Zinswende verschoben, Dollar erstarkt

Innerhalb von nicht einmal zwei Monaten hat sich der Silberpreis von seinem Allzeithoch bei 121 US-Dollar im Januar auf aktuell unter 80 Dollar verbilligt. Hauptverantwortlich für diesen drastischen Rückgang ist der starke US-Dollar. Die eskalierende Lage im Nahen Osten treibt den Ölpreis in Richtung der 120-Dollar-Marke und befeuert damit neue Inflationssorgen.

Infolgedessen preisen Investoren Zinssenkungen der US-Notenbank massiv aus. Die erste Lockerung wird nun frühestens für September erwartet. Höhere Leitzinsen machen das zinslose Silber im direkten Vergleich zu Staatsanleihen deutlich unattraktiver. Der starke Dollar verteuert das Edelmetall zusätzlich für Käufer außerhalb des US-Währungsraums. Charttechnisch verlor das Metall weiter an Boden, nachdem ein Ausbruchsversuch an der Widerstandszone bei 92 Dollar Mitte März an massiven institutionellen Verkäufen scheiterte.

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Physischer Engpass trifft auf Rezessionsangst

Gleichzeitig leidet der Kurs unter der Doppelrolle des Rohstoffs. Als hälftiges Industriemetall reagiert Silber extrem empfindlich auf drohende wirtschaftliche Abschwünge. Die globalen Rezessionssorgen überschatten aktuell die Investmentnachfrage.

Interessanterweise zeigt der physische Markt ein völlig anderes Bild. Die maritimen Störungen verknappen das Angebot drastisch. Das führt zu einer seltenen Backwardation, bei der physisches Silber mit einem Aufpreis gegenüber den Papierkontrakten gehandelt wird. Auch die registrierten COMEX-Lagerbestände sind auf 78,34 Millionen Unzen eingebrochen – den niedrigsten Stand seit Ende 2023. Große Institutionen haben ihre Prognosen an dieses volatile Umfeld angepasst:

  • J.P. Morgan: Jahresziel 2026 auf 81 Dollar angehoben (zuvor 56,30 Dollar)
  • Reuters-Umfrage: Durchschnittliche Erwartung für 2026 liegt bei 79,50 Dollar
  • Kurzfristige Spanne: Analysten erwarten eine Trading-Range zwischen 80 und 92 Dollar

Der Silbermarkt operiert im fünften Jahr in Folge in einem angebotsseitigen Defizit. Allein die Solarindustrie verschlingt jährlich über 230 Millionen Unzen. Dieses fundamentale Defizit stützt den Markt langfristig gegen einen kompletten Einbruch. Kurzfristig bleibt die Preisentwicklung jedoch fest im Griff des US-Dollars und der geopolitischen Lage. Solange die Kombination aus hohen Energiepreisen und starken Zinsen dominiert, bleibt das Aufwärtspotenzial für Silber fundamental gedeckelt.

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