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Symbolbild, KI-generiert

Siemens und NVIDIA bauen KI-Partnerschaft aus

Siemens verliert 2,5 Prozent nach dem 52-Wochen-Hoch. KI-Kooperation, Infrastrukturaufträge und Aktienrückkäufe prägen den weiteren Blick.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aktie fällt um 2,5 Prozent
  • 52-Wochen-Hoch bei 291,55 Euro
  • Smart Infrastructure steigert Aufträge um 42 Prozent
  • Siemens kauft 321.231 eigene Aktien

Der Industriekonzern Siemens hat am gestrigen Mittwoch einen deutlichen Rücksetzer an der Börse verzeichnet. Ohne dass unmittelbare Unternehmensnachrichten den Kurs belasteten, gab das Papier um 2,5 Prozent nach und ging bei 264,45 Euro aus dem Handel.

Marktbeobachter werten die aktuelle Bewegung primär als technische Korrektur und Gewinnmitnahmen, nachdem der Wert erst am 28. August ein neues 52-Wochen-Hoch bei 291,55 Euro markiert hatte. Damit hat sich die Aktie in den vergangenen Tagen wieder etwas von ihrem Spitzenwert entfernt.

CEO warnt vor übermäßiger KI-Regulierung

Während der Aktienkurs konsolidiert, setzt die Unternehmensführung klare Akzente bei der strategischen Ausrichtung auf Künstliche Intelligenz (KI). Siemens-Vorstandschef Roland Busch warnte am Montag öffentlich vor einer zu weitreichenden Regulierung dieser Technologie in Europa.

Laut Busch gefährden zu strenge Regeln die Innovationskraft und die globale Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Industrie. Diese Wortmeldung unterstreicht die Bedeutung der KI-Integration für das künftige Geschäftsmodell von Siemens.

In diesem Bereich arbeitet der Konzern eng mit dem US-Unternehmen NVIDIA zusammen. Die Partnerschaft wurde Anfang des Jahres ausgebaut, um ein gemeinsames Betriebssystem für industrielle KI zu etablieren. Ziel ist die Schaffung vollständig KI-gesteuerter, adaptiver Fertigungsstätten, wobei das Siemens-Elektronikwerk in Erlangen als einer der ersten Standorte für diese Technologie fungiert.

Infrastruktur-Sparte bleibt Wachstumstreiber

Operativ stützt sich die aktuelle Bewertung auf eine starke Auftragsentwicklung, die Siemens bereits am 6. August mit den Zahlen zum dritten Geschäftsquartal belegte. In der Division Smart Infrastructure stieg der Auftragseingang vergleichbar um 42 Prozent auf den Rekordwert von 8,0 Milliarden Euro.

Wesentlicher Treiber waren hierbei Großaufträge für Rechenzentren sowohl in den USA als auch in Europa. Wie vor rund einem Monat bekannt wurde, investiert Siemens zudem über 200 Millionen US-Dollar in zwei neue US-Werke für Rechenzentren, um der hohen Nachfrage durch den KI-Boom zu begegnen.

Trotz der kurzfristigen Kursschwäche setzt das Management das laufende Aktienrückkaufprogramm unvermindert fort. In der Woche bis zum 6. September wurden im Rahmen der zehnten Tranche erneut 321.231 eigene Aktien erworben. Das Programm läuft bereits seit dem 1. Juli kontinuierlich und dient der Optimierung der Kapitalstruktur.

Transformation und Ausblick auf das Jahresende

Flankiert wird die geschäftliche Entwicklung von strukturellen Veränderungen. Um die Entscheidungswege im Konzern zu verkürzen, wurde die Anzahl der Vorstandsmitglieder von sieben auf fünf reduziert. Zudem laufen die Vorbereitungen für eine signifikante Portfolioveränderung: Für die ordentliche Hauptversammlung im Februar 2027 ist eine Abstimmung über die Direktabspaltung von 30 Prozent der Anteile an Siemens Healthineers geplant.

Nach dem gestrigen Minus liegt der Kurs nun mit einem Abstand von 9,3 Prozent unter dem jüngsten 52-Wochen-Hoch. Anleger richten ihren Fokus bereits auf den 12. November. An diesem Tag wird Siemens die Ergebnisse für das vierte Quartal sowie den vollständigen Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2026 präsentieren und voraussichtlich einen Ausblick auf die weitere Entwicklung geben.

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