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Siemens: Roland Busch fordert 2 Prozent Wachstum

Siemens notiert nahe 52-Wochen-Hoch und profitiert von Markterholung. CEO Busch fordert Reformen für mehr Wettbewerbsfähigkeit.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kurs nur 0,6% unter Jahreshoch
  • Starke Erholung über 30 Tage
  • CEO fordert strukturelle Reformen
  • Quartalszahlen im Mai erwartet

Knapp unter dem Jahreshoch, starke Kursdynamik und ein CEO, der öffentlich Druck auf die Politik macht — bei Siemens läuft gerade einiges zusammen. Der Kurs kletterte zuletzt auf 260,00 Euro und liegt damit nur noch 0,6 % unter dem 52-Wochen-Hoch von 261,55 Euro.

Starke Erholung im Marktumfeld

Der Dienstag brachte ein Plus von mehr als 4 %, getragen von einer freundlicheren Marktstimmung und sinkenden Energiepreisen. Impulse kamen auch aus dem US-Industriesektor, wo Rockwell Automation für positive Stimmung sorgte. Über sieben Tage summiert sich das Kursplus auf rund 6 %, über 30 Tage auf fast 24 % — eine Bewegung, die den Titel weit über seinen 200-Tage-Durchschnitt von 237,09 Euro gehoben hat.

Mit einer Marktkapitalisierung von über 190 Milliarden Euro bleibt Siemens der schwerste DAX-Wert und damit ein maßgeblicher Treiber der Indexperformance. Der RSI liegt bei 73,5 — technisch überkauft, was kurzfristig Gegenwind bedeuten kann.

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Roland Busch mahnt Reformen an

Neben der Kursdynamik sorgte CEO Roland Busch mit politischen Forderungen für Aufmerksamkeit. Er mahnte ein BIP-Wachstum von 2 % an und drängte auf strukturelle Reformen — besonders beim Thema Fachkräftezuwanderung. Visaprozesse, die sechs bis zwölf Monate dauern, seien nicht länger tragbar. Im Kontext internationaler Handelskonflikte plädierte er für eine selbstbewusste Außenwirtschaftsdiplomatie.

Die Botschaft ist klar: Siemens braucht einen wettbewerbsfähigen Heimatmarkt, um global zu liefern.

Quartalszahlen als nächster Prüfstein

Im Mai stehen die Ergebnisse des zweiten Quartals an. Im ersten Quartal wuchs der Umsatz um rund 4 %, das Ergebnis je Aktie lag bei 2,60 Euro. Nun richtet sich der Blick auf die Jahresziele — und darauf, ob die Profitabilität im Industriegeschäft trotz globaler Unsicherheiten standhält. Das KGV von rund 22 und eine Dividendenrendite von über 2 % spiegeln die Erwartungen des Markts wider: solide, aber nicht billig.

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Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.