Siemens Healthineers nutzt die Berliner Gesundheitsmesse DMEA für einen technologischen Kurswechsel. Der Medizintechnikkonzern präsentiert eine ehrgeizige KI-Strategie. An der Börse herrscht indes Skepsis. Die Aktie notiert rund 23 Prozent unter ihrem Jahreshoch.
Neuer CTO bringt Google-Erfahrung
Im Zentrum des Neustarts steht Martin Stumpe. Der designierte Chief Technology Officer tritt sein Amt am 1. Juni an. Er folgt auf Peter Schardt. Stumpe bringt reichlich Tech-Erfahrung mit. Zuvor arbeitete er bei Google Brain, der NASA und Danaher.
Auf der Messe stellte Stumpe das Konzept des „Patient Twinning“ vor. Die Technologie erstellt digitale Patientenmodelle. Das Ziel: eine präzisere Diagnostik. Vernetzte Systeme und künstliche Intelligenz sollen Krebstherapien künftig grundlegend verändern.
Operative Hürden belasten
Abseits der technologischen Vision kämpft der Konzern mit operativen Problemen. Das erste Quartal lieferte ein gemischtes Bild. Der Umsatz wuchs um knapp vier Prozent. Das bereinigte Ergebnis je Aktie fiel jedoch leicht auf 0,49 Euro.
Besonders das Diagnostiksegment schwächelt. In China zentralisiert eine Antikorruptionskampagne den Einkauf, was den lokalen Absatz spürbar dämpft. Parallel dazu belasten externe Faktoren die Bilanz.
US-Zölle kosten das Unternehmen dieses Jahr voraussichtlich rund 400 Millionen Euro beim operativen Gewinn. Negative Währungseffekte schmälern das Ergebnis weiter. Das Management peilt dennoch die bisherigen Jahresziele an.
Lichtblicke in Forschung und Vertrieb
Im klinischen Bereich treibt Healthineers neue Projekte voran. Gemeinsam mit Roche und Eli Lilly beteiligt sich das Unternehmen an einer großen Alzheimer-Studie. Blutbasierte Biomarker sollen neurodegenerative Erkrankungen künftig deutlich früher erkennbar machen.
Auch im wichtigen US-Markt gibt es Erfolge. Der Konzern sicherte sich einen langfristigen Vertrag mit dem Gesundheitssystem Onvida Health in Arizona. Die zehnjährige Vereinbarung regelt den kompletten Austausch der Bildgebungs- und Therapiegeräte.
Im Mai legt Siemens Healthineers die Zahlen für das zweite Quartal vor. Analysten achten dann besonders auf eine Erholung im Bildgebungsgeschäft. Auch der Zeitplan für den geplanten Spin-off steht im Fokus.
Ein zentrales Risiko bleibt der Schuldenberg von 13,9 Milliarden Euro. Aktuell garantiert die Muttergesellschaft Siemens diese Summe. Nach einer Abspaltung fiele dieses Sicherheitsnetz weg. Healthineers müsste die finanzielle Last in Zukunft komplett eigenständig tragen.
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