Siemens Healthineers erwägt, sich von seiner Diagnostics-Sparte zu trennen. CEO Bernd Montag räumte ein, dass das Unternehmen möglicherweise nicht mehr der beste Eigentümer dieser Einheit sei — ein bemerkenswertes Eingeständnis, das die laufende Konzernumstrukturierung weiter beschleunigt.
Warum die Diagnostik zum Problemfall wurde
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Das Diagnostik-Segment drückt das Gesamtwachstum der Gruppe um rund einen Prozentpunkt nach unten und belastet die Margen um zwei Prozentpunkte. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 schrumpfte die Sparte um drei Prozent — während Imaging und Advanced Therapies als Wachstumstreiber fungierten. Gesamtumsatz stieg zwar um 3,8 Prozent, das bereinigte Ergebnis je Aktie sank jedoch um drei Prozent auf 0,49 Euro.
Hauptbelastungsfaktor ist China. CFO Jochen Schmitz nannte das preisgetriebene chinesische Beschaffungsprogramm als erheblichen Gegenwind für das laufende Quartal.
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Wachstumslücke als Argument für die Trennung
Ab dem Geschäftsjahr 2027 wird der Kontrast noch deutlicher. Die Diagnostik soll lediglich mittleres einstelliges Umsatzwachstum erzielen, während Imaging und Precision Therapy zusammen bis zu neun Prozent wachsen könnten. Das Management betont, dass beide Kernbereiche bereits als weitgehend eigenständige Einheiten operieren — eine Trennung würde also kaum operative Reibungsverluste erzeugen.
Für die Gesamtgruppe peilt Healthineers zwischen 2027 und 2030 ein jährliches Umsatzwachstum von fünf bis sieben Prozent an, begleitet von zweistelligem Wachstum beim bereinigten Gewinn je Aktie.
Quartalsbericht am 7. Mai als nächster Orientierungspunkt
Den Jahresausblick hat das Unternehmen trotz der operativen Belastungen bestätigt: vergleichbares Umsatzwachstum von fünf bis sechs Prozent, bereinigtes Ergebnis je Aktie zwischen 2,20 und 2,40 Euro. Ob das China-Geschäft im zweiten Quartal eine Stabilisierung zeigt und welche konkreten Schritte bei der Diagnostics-Überprüfung folgen, wird der Quartalsbericht am 7. Mai beantworten müssen — für Investoren der entscheidende Test, ob das zweigeteilte operative Bild sich auflöst oder verfestigt.
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