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Siemens Healthineers Aktie: 400 Millionen Zollbelastung drückt EPS

Siemens Healthineers steht vor einem richtungsweisenden Quartalsbericht. Analysten sehen trotz Kursverlusten und Zollbelastungen deutliches Aufwärtspotenzial.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Hohe Zoll- und Währungsbelastungen erwartet
  • Diagnostiksparte leidet unter China-Reformen
  • Analysten sehen Kurspotenzial von über 50 Prozent
  • Moody's vergibt Investment-Grade-Rating A3

Knapp über dem 52-Wochen-Tief, fast 25 Prozent im Minus über zwölf Monate — Siemens Healthineers hat ein schwieriges erstes Quartal 2026 hinter sich. Im Mai folgt der nächste Lackmustest.

Zölle und China belasten das Bild

Das Management rechnet für das Gesamtjahr mit einer Zollbelastung von rund 400 Millionen Euro. Negative Währungseffekte kommen mit bis zu 250 Millionen Euro obendrauf. Das bereinigte Ergebnis je Aktie soll trotzdem zwischen 2,20 und 2,40 Euro landen — nach 2,39 Euro im Vorjahr.

Im ersten Quartal wuchs der Umsatz um 3,8 Prozent. Das bereinigte Ergebnis je Aktie fiel jedoch um 3 Prozent auf 0,49 Euro. Der Grund: Die Diagnostiksparte schrumpfte um 3 Prozent. Das Management führt das auf Chinas Anti-Korruptionskampagne und zentrale Beschaffungsreformen zurück.

Was der Q2-Bericht zeigen muss

Der Bericht im Mai entscheidet, ob die Jahresziele noch erreichbar wirken. Das Management hält an einem Umsatzwachstum von 5 bis 6 Prozent fest. Im Fokus stehen die Margen im Bildgebungsgeschäft und erste Stabilisierungszeichen im chinesischen Diagnostikmarkt.

Analysten bleiben trotz der schwachen Kursentwicklung optimistisch. RBC Capital Markets setzt das Kursziel bei 55 Euro, Jefferies bei 60 Euro und JPMorgan bei 61,30 Euro — gestützt auf Erwartungen eines jährlichen Gewinnwachstums von rund 11 bis 12 Prozent. Zur aktuellen Notiz von rund 35,67 Euro wäre das erheblicher Spielraum.

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Struktureller Umbau läuft parallel

Im Hintergrund schreitet die Neuausrichtung voran. Siemens-Aktionäre sollen auf der Hauptversammlung im Februar 2027 über die Übertragung von 30 Prozent der Healthineers-Anteile abstimmen. Der Siemens-Anteil würde damit von rund 67 Prozent auf etwa 37 Prozent sinken. Mittelfristig ist eine Beteiligung unter 20 Prozent geplant.

Ein wichtiger Schritt gelang zuletzt: Moody’s vergab ein Investment-Grade-Rating der Stufe „A3″ an Healthineers. Das ebnet den Weg für eigenständige Kapitalmarktfinanzierungen — ohne Rückendeckung des Münchner Mutterkonzerns.

Ob der Q2-Bericht die Trendwende einleitet oder die Aktie erneut auf das Jahrestief drückt, hängt vor allem an zwei Fragen: wie stark China das Diagnostikgeschäft noch belastet und ob das Management konkrete Fortschritte beim möglichen Verkauf der Sparte vorweisen kann.

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