Startseite » News zu Unternehmen » Analystenstimmen » Siemens Healthineers: 35,51 Euro Jahrestief

Siemens Healthineers: 35,51 Euro Jahrestief

Kursverluste, politische Kürzungen und ein anstehender Spin-off belasten Siemens Healthineers. Die Aktie fällt auf ein neues 52-Wochen-Tief.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aktie erreicht neues 52-Wochen-Tief
  • Kabinett plant Klinik-Kürzungen
  • Spin-off-Zeitplan steht fest
  • Quartalszahlen am 7. Mai erwartet

Die Aktie von Siemens Healthineers rutscht immer tiefer ab. Kurz vor dem Wochenende markierte das Papier bei knapp 36 Euro ein neues 52-Wochen-Tief. Seit Jahresbeginn summiert sich der Kursverlust auf fast 20 Prozent. Nun steht der Medizintechnikkonzern vor einer Handelswoche, die von politischen Entscheidungen und internen Umbrüchen dominiert wird.

Klinik-Kürzungen bedrohen Inlandsgeschäft

Den Auftakt macht die Bundespolitik. Am 29. April entscheidet das Kabinett über die Pläne von Gesundheitsministerin Nina Warken. Sie will bis zum Jahr 2027 rund 20 Milliarden Euro bei der gesetzlichen Krankenversicherung einsparen.

Das trifft vor allem den Krankenhaussektor hart. Für Siemens Healthineers ist die finanzielle Stabilität der deutschen Kliniken ein zentraler Pfeiler für den Verkauf von bildgebenden Systemen und Labordiagnostik. Warnungen des Klinikverbunds Hessen vor einer massiven Insolvenzwelle deuten an, wie angespannt die Lage der potenziellen Kunden bereits ist.

Spin-off-Zeitplan steht, Schuldenfrage bleibt

Parallel dazu ringt der Konzern mit seiner eigenen Struktur. Siemens plant, 30 Prozent seiner Healthineers-Anteile an die eigenen Aktionäre abzuspalten. Die finale Abstimmung darüber ist für die ordentliche Hauptversammlung im Februar 2027 angesetzt.

Das Management hat dabei eine selbst gesetzte Frist zur Konkretisierung der Details verpasst. Ein massives Hindernis auf dem Weg zur Eigenständigkeit ist die Schuldenlast. Derzeit garantiert die Muttergesellschaft Verbindlichkeiten in Höhe von 13,9 Milliarden Euro. Diese Summe müsste die Medizintechniktochter nach einem Spin-off allein stemmen.

Zölle und China belasten Quartalszahlen

Operativ rückt der 7. Mai in den Fokus, wenn das Unternehmen Zahlen für das zweite Quartal vorlegt. Analysten der DZ Bank rechnen mit schwachen Ergebnissen. Neue US-Zölle dürften das operative Ergebnis im Gesamtjahr um rund 400 Millionen Euro belasten. Negative Währungseffekte kommen erschwerend hinzu.

Hinzu kommt Gegenwind aus Asien. Chinas Antikorruptionskampagne im Gesundheitswesen zentralisiert die Beschaffung und dämpfte bereits im Vorquartal den Absatz in der Diagnostiksparte. Dennoch hält der Vorstand an seiner Jahresprognose fest und stellt ein Umsatzwachstum von fünf bis sechs Prozent in Aussicht.

Abseits der Bilanzen rüstet sich das Unternehmen technologisch auf. Am 1. Juni übernimmt Martin Stumpe, ehemals bei Google Brain tätig, den Posten des Chief Technology Officers. Er soll den Ausbau digitaler Patientenmodelle zur präziseren Diagnostik vorantreiben.

Der stark überverkaufte Zustand der Aktie – der RSI-Indikator liegt aktuell bei 25,5 – spiegelt die geballte Skepsis des Marktes wider. Am 7. Mai folgt der Realitätsabgleich. Analysten rechnen im Schnitt mit einem Quartalsergebnis je Aktie von 0,51 Euro. Verfehlt der Konzern diese gesenkte Erwartungshaltung, rückt die Jahresprognose endgültig außer Reichweite.

Anzeige

Siemens Healthineers-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Siemens Healthineers-Analyse vom 26. April liefert die Antwort:

Die neusten Siemens Healthineers-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Siemens Healthineers-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 26. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Siemens Healthineers: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Siemens Healthineers

Siemens Healthineers Chart