Über einen neuen Großauftrag für Elektrolyseure berichtet heute der Energieausrüster Siemens Energy. Konkret wurde der Konzern mit der Lieferung von insgesamt 12 Elektrolyseuren für eine Anlage von Air Liquide beauftragt. Bei einem Elektrolyseur handelt es sich um eine Anlage, mit der grüner Wasserstoff mithilfe von Strom aus Erneuerbaren Energien hergestellt werden kann. Daher könnten die Anlagen im Rahmen der angestrebten Energiewende einen wichtigen Beitrag zur Herstellung von sauberen Wasserstoff einnehmen.
Mit den Anlagen, die Siemens Energy jetzt liefern soll, könnten im Jahr bis zu 28.000 Tonnen Wasserstoff produziert werden, um damit beispielsweise wasserstoffbetriebene Nutzfahrzeuge anzutreiben. Die Elektrolyseure, die Siemens Energy in Berlin fertigen will, gehören zu den größten bislang hersgestellten.
Zur finanziellen Größenordnung des Auftrages wurden bislang keine Angaben gemacht.
Aktien von Siemens Energy mit leichten Kursgewinnen
Aktien von Siemens Energy können aktuell 1,2 Prozent auf 13,07 Euro zulegen. Auf Jahressicht liegen die Papiere damit aber immer noch rund 27 Prozent im Minus und hinken dem Gesamtmarkt damit kräftig hinterher. Das liegt aber weniger an der operativen Performance von Siemens Energy selbst, sondern vielmehr an den Problemen bei der Windkraft-Tochter Siemens Gamesa, die den Konzern mit mehreren Milliarden Euro belasten.
Deshalb ist die Hoffnung der Anleger groß, dass Siemens Energy die Probleme bei der Tochter bald in den Griff bekommt und sich die Anleger wieder auf das operative Geschäft von Siemens Energy konzentrieren können. Das könnte auch bei der Aktien für einen Befreiungsschlag sorgen. Jeder neue Auftrag dürfte deshalb die Hoffnung ein wenig bestärken. Denn aktuell notieren die Papiere nur knapp über ihren bisherigen Jahrestief bei 12,00 Euro, auf das sie erst vor wenigen Tagen gefallen sind.