Das Sorgenkind wird langsam flügge. Jahrelang drückte die Windkrafttochter Gamesa die Bilanz von Siemens Energy tief ins Minus. Inzwischen schrumpfen die Verluste deutlich. Parallel dazu liefert das restliche Geschäft Rekordwerte am Fließband.
Anleger honorieren diese Entwicklung. Am Mittwoch kletterte die Aktie um 3,63 Prozent auf exakt 172,00 Euro. Damit markiert das Papier ein neues Allzeithoch. Seit Jahresbeginn summiert sich das Kursplus auf beachtliche 40 Prozent.
Volle Auftragsbücher und steigende Gewinne
Im ersten Quartal 2026 brummte das operative Geschäft. Die Aufträge stiegen um ein Drittel auf 17,6 Milliarden Euro. Der Auftragsbestand erreichte ein nie dagewesenes Rekordniveau von 146 Milliarden Euro. Das treibt auch den Gewinn spürbar an. Das Nettoergebnis verdreifachte sich nahezu.
Mögliche US-Strafzölle schrecken das Management kaum. Siemens Energy betreibt 28 eigene Fabriken in den Vereinigten Staaten. Das federt geopolitische Risiken ab. Um den Kurs weiter zu stützen, kauft der Konzern aktuell eigene Aktien zurück. Bis September fließen bis zu zwei Milliarden Euro an die Anteilseigner.
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Gamesa bleibt der entscheidende Faktor
Der langfristige Erfolg hängt jedoch am Turnaround von Siemens Gamesa. Hier zeigen die Sanierungsmaßnahmen erste Erfolge. Der operative Verlust der Einheit schrumpfte zuletzt von 374 Millionen auf 46 Millionen Euro. Das Ziel: Im Gesamtjahr 2026 will die Windsparte endlich die Gewinnschwelle erreichen.
Die erste Jahreshälfte wird bei Gamesa voraussichtlich noch rote Zahlen bringen. Das erfordert eine massive Erholung im zweiten Halbjahr. Bessere Abläufe im Offshore-Bereich sollen diese Lücke schließen.
Die nächste Bewährungsprobe steht bereits im Kalender. Am 12. Mai präsentiert der Vorstand die Zahlen zum zweiten Quartal. Im Fokus stehen dabei die Margen bei Gamesa und der freie Cashflow. Fallen diese Daten positiv aus, rückt das Jahresziel eines Nettogewinns von bis zu vier Milliarden Euro in greifbare Nähe.
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