Milliardenaufträge im Stromnetzgeschäft treffen auf eine hartnäckige Baustelle bei der Windkraft. Bei Siemens Energy spitzt sich die Lage kurz vor den Halbjahreszahlen zu. Ein US-Hedgefonds fordert aggressiv die Aufspaltung des Konzerns. Das Management muss nun beweisen, dass die Sanierung der Problemtochter Gamesa funktioniert.
Der Konflikt um Gamesa
Der Druck auf den Vorstand wächst. Der US-Hedgefonds Ananym Capital verlangt in einem Brief eine strategische Überprüfung der Windkraftsparte. Mitgründer Charlie Penner stellt eine vollständige Abspaltung in den Raum. Das Kalkül: Ein Spin-off könnte den Aktionären eine Rendite von bis zu 60 Prozent bescheren.
Bislang hält die Führung an der integrierten Struktur fest. Die Sanierung von Siemens Gamesa macht immerhin Fortschritte. Der Verlust schrumpfte im vergangenen Quartal deutlich auf 46 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr 2026 peilt das Unternehmen weiterhin die Gewinnschwelle an. Das zweite Halbjahr soll hierbei die entscheidende Wende bringen.
Netzgeschäft liefert Rekorde
Operativ liefert der Rest des Konzerns starke Argumente für das Management. Im Frühjahr kletterte der Auftragseingang auf fast 18 Milliarden Euro. Treiber war die Sparte Grid Technologies mit einem Auftragsplus von 41 Prozent. Die starke Nachfrage nach Netztechnik übertrifft die Markterwartungen deutlich.
Entsprechend hob Siemens Energy die Jahresprognose an. Der Nettogewinn soll bei rund vier Milliarden Euro landen. Ein laufendes Aktienrückkaufprogramm flankiert diese operative Stärke. Zusammen mit Dividenden plant der Konzern, bis 2026 rund zehn Milliarden Euro an die Aktionäre auszuschütten.
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Analysten uneins, Aktie stark
An der Börse honorieren Anleger diese Entwicklung. Die Aktie notiert aktuell bei knapp 186 Euro. Damit bewegt sich das Papier direkt am 52-Wochen-Hoch. Seit Jahresbeginn steht ein Kursplus von über 51 Prozent auf der Kurstafel.
Die Analystengemeinde bewertet die weiteren Aussichten weitaus unterschiedlicher. JPMorgan hob das Kursziel auf 200 Euro an und rät zum Kauf. Goldman Sachs sieht den fairen Wert bei 185 Euro. Andere Experten warnen vor einer Überbewertung. Das niedrigste Kursziel liegt aktuell bei lediglich 89 Euro.
Am 12. Mai legt Siemens Energy die vollständigen Halbjahreszahlen vor. Investoren werden den freien Cashflow und die Margen bei Gamesa genau prüfen. Verfehlt die Windkraftsparte die selbst gesteckten Sanierungsziele, erhält die Forderung nach einer Aufspaltung massiven Auftrieb.
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