Siemens Energy hat Rekordzahlen geliefert. Jetzt geht es um die Details der Umsetzung. Der Energietechnikkonzern hat seine Jahresziele nach dem starken dritten Quartal angehoben. Anleger richten den Blick auf mehrere operative Punkte, die in den kommenden Wochen abgeschlossen werden sollen.
Die Aktie schloss am Freitag bei 153,50 Euro, ein leichtes Minus von 0,35 Prozent. Auf Wochensicht steht dennoch ein Plus von 3,13 Prozent zu Buche. Der Titel bleibt rund 21 Prozent unter seinem Rekordhoch von 195,38 Euro aus dem April – trotz eines Kursgewinns von 27,49 Prozent seit Jahresbeginn.
Zweite Rückkauf-Tranche steht an
Ein konkreter Termin dürfte die kommenden Wochen prägen: der Abschluss des laufenden Aktienrückkaufprogramms. Das Management hatte zur Q3-Berichterstattung mitgeteilt, die erste Tranche über 2 Milliarden Euro sei bereits im Mai erfolgreich abgeschlossen worden.
Die zweite Tranche über 1 Milliarde Euro soll noch im laufenden Geschäftsjahr folgen. Damit rückt das Thema Kapitalrückführung an die Aktionäre erneut in den Fokus.
Ratingagenturen bestätigen den Aufwärtstrend
Zusätzlichen Rückhalt liefert die verbesserte Kreditwürdigkeit des Konzerns. Moody’s bestätigte im Juni das Baa1-Rating und hob den Ausblick von stabil auf positiv an. Im Juli zog S&P nach und stufte Siemens Energy auf BBB+ mit stabilem Ausblick hoch.
Beide Schritte spiegeln die verbesserte Cashflow-Generierung wider, die der Konzern selbst als Fortschritt der vergangenen Jahre hervorhebt.
Analysten uneins über die Nachhaltigkeit
Trotz der guten Geschäftsentwicklung bleibt das Analystenlager gespalten. Ende Juli lag das durchschnittliche Kursziel bei rund 193,80 Euro – ein Aufwärtspotenzial von etwa 35 Prozent. Die Mehrheit der Häuser rät zum Kauf.
Die Einschätzungen reichen jedoch von 130 bis 235 Euro. Diese Spannbreite zeigt die eigentliche Debatte: Ist der Auftragsboom bei Gasturbinen und Netztechnik ein nachhaltiger Trend oder nur ein zyklisches Hoch? Weitere Analystenhäuser dürften ihre Einschätzungen in den kommenden Tagen nach den jüngsten Quartalszahlen aktualisieren.
Nach dem dichten Nachrichtenfluss der vergangenen Woche dürfte sich die Lage nun etwas beruhigen. Für die mittelfristige Ausrichtung hat das Management bereits auf die Jahresabschlusskonferenz im November verwiesen. Dort will der Konzern weitere Details zum Auftragsbestand und den mittelfristigen Wachstumszielen vorstellen.
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