Siemens Energy treibt den Konzernumbau weiter voran. Nach der vom Aufsichtsrat genehmigten Verselbstständigung der Sparte Transformation of Industry mit einem Volumen von 5,7 Milliarden Euro gestern rückt nun ein weiterer Baustein in den Fokus: Der Konzern prüft laut Berichten vom Mittwoch zusätzlich einen möglichen Verkauf seines Turbinengeschäfts.
Zweite Front im Konzernumbau
Während die Abspaltung der Industriesparte bereits als Entkonsolidierung mit verbleibender Minderheitsbeteiligung konkrete Formen angenommen hat, steckt die Prüfung des Turbinenverkaufs noch in einem früheren Stadium.
Beide Schritte fügen sich in eine Strategie, mit der sich Siemens Energy von Randgeschäften trennt und sich auf sein Kerngeschäft konzentriert. Für Anleger bedeutet das: Der Konzern, der einst als Sammelbecken unterschiedlicher Energiesparten galt, schärft sein Profil in mehreren parallelen Schritten statt in einem großen Wurf.
Die Ankündigung kam an der Börse gemischt an. Die Aktie bewegte sich am Mittwoch kaum vom Fleck und tendierte am Nachmittag zeitweise sogar leicht fester. Das deutet darauf hin, dass der Markt die Trennung von Randgeschäften grundsätzlich goutiert, ohne in Euphorie zu verfallen – ein Muster, das sich bei größeren Strukturentscheidungen des Konzerns zuletzt wiederholt hat.
Kurs unter dem Rekordhoch, aber deutlich im Plus
Mit einem Schlusskurs von 151,14 Euro notiert die Aktie derzeit rund 23 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 195,38 Euro, das im April markiert wurde. Auf Jahressicht steht dennoch ein Plus von 26 Prozent zu Buche – ein Beleg dafür, dass der Umbaukurs von Investoren trotz der jüngsten Konsolidierung im Grundsatz mitgetragen wird.
Die Aktie bewegt sich derzeit knapp unterhalb ihres 50-Tage-Durchschnitts von 155,47 Euro, was auf eine leichte Verschnaufpause nach der starken Rally der vergangenen Monate hindeutet.
Was der Umbau für Anleger bedeutet
Der doppelte Strukturschritt – Abspaltung der Industriesparte einerseits, Prüfung eines Turbinenverkaufs andererseits – signalisiert, dass Siemens Energy sein Portfolio konsequent auf Wachstumsfelder wie Netzausbau und Energieinfrastruktur ausrichten will.
Für Anleger heißt das: Der Konzern verschlankt sich weiter, auch wenn die konkreten Konditionen eines möglichen Turbinenverkaufs noch offen sind. Wie hoch der finanzielle Effekt einer solchen Transaktion ausfallen könnte, ließ sich aus den bislang bekannten Informationen nicht ableiten.
Klar ist jedoch, dass der Konzern seinen Umbau nicht auf einen einzelnen Schritt beschränkt, sondern mehrere Baustellen gleichzeitig bearbeitet – ein Vorgehen, das die Aktie in den vergangenen Monaten mit einer deutlichen Kursbewegung nach oben honoriert hat, auch wenn zuletzt eine Verschnaufpause eingesetzt hat.
Siemens Energy-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Siemens Energy-Analyse vom 27. August liefert die Antwort:
Die neusten Siemens Energy-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Siemens Energy-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Siemens Energy: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
