Siemens Energy sichert sich ein neues Mega-Projekt am Persischen Golf. Der Konzern liefert die Kerntechnik für ein riesiges Gaskraftwerk in Abu Dhabi. Am Markt kommt das hervorragend an.
Technikpaket für Taweelah C
Im Emirat entsteht ein Kombikraftwerk mit einer Leistung von 2,6 Gigawatt. Siemens Energy steuert dafür ein umfassendes Technikpaket bei. Der Konzern liefert mehrere Gas- und Dampfturbinen aus deutscher Fertigung. Die dazugehörigen Generatoren stammen aus dem US-Werk in Charlotte.
Das Projekt stärkt die Netzstabilität in der Region. Parallel dazu bereitet es den Weg für mehr erneuerbare Energien. Die Anlage ist so konstruiert, dass sie künftig CO2 abscheiden und speichern kann. Den genauen Wert des eigenen Auftrags verschweigt das Management. Das gesamte Bauvolumen für das Kraftwerk beläuft sich allerdings auf fast 1,7 Milliarden US-Dollar.
Volle Auftragsbücher
Siemens Energy sitzt aktuell auf einem Auftragsbestand von 154 Milliarden Euro. Kein Wunder. Bereits im Mai hob der Vorstand die Jahresprognose deutlich an. Der Konzern erwartet nun ein Umsatzwachstum von mindestens 14 Prozent.
Anleger honorieren den Wüsten-Auftrag. Die Aktie klettert am Donnerstag um 2,75 Prozent auf 164,40 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich das Kursplus damit auf knapp 34 Prozent.
Das Gas- und Kraftwerksgeschäft liefert abseits der Netz- und Offshore-Themen verlässliche Impulse. Die nächste Bewährungsprobe für die operative Marge steht bereits fest. Am 29. Juni äußert sich das Management im Pre-Close-Call zur aktuellen Lage. Die vollständigen Zahlen zum dritten Quartal folgen am 5. August.
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