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Siemens Energy Aktie: Rückkauf über eine Milliarde abgeschlossen

Siemens Energy schließt erstes Aktienrückkaufprogramm über eine Milliarde Euro ab. Rekordaufträge und angehobene Jahresprognose stehen Unsicherheiten über eine mögliche Spartenabspaltung gegenüber.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Rückkauf von 6,47 Mio. Aktien
  • Rekordauftragseingang im dritten Quartal
  • Jahresprognose auf oberes Ende angehoben
  • Neuer Auftrag für Petrobras-Schiffe

Siemens Energy hat sein erstes Aktienrückkaufprogramm abgeschlossen. Zwischen dem 4. Juni und dem 14. August erwarb der Konzern insgesamt 6.467.098 eigene Aktien zu einem Durchschnittspreis von 154,63 Euro – ein Volumen von rund einer Milliarde Euro. Allein in der Woche vom 3. bis 9. August kaufte das Unternehmen 694.400 Aktien zurück, wie aus einer Mitteilung hervorgeht.

Der Rückkauf fällt in eine Phase, in der Siemens Energy operativ Rekordwerte liefert. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 meldete der Konzern Aufträge von 17,9 Milliarden Euro, einen Umsatz von 11,4 Milliarden Euro und einen bereinigten Gewinn von 1,62 Milliarden Euro.

Nach eigenen Angaben fiel der Auftragseingang so stark aus wie nie zuvor. Der Auftragsbestand im Segment Grid Technologies wuchs auf 51 Milliarden Euro. Im Zuge dieser Zahlen hob das Unternehmen die Jahresprognose an und stellt nun eine Marge am oberen Ende der Spanne von 10 bis 12 Prozent in Aussicht.

Neuer Auftrag aus dem Offshore-Geschäft

Parallel zum Rückkauf sichert sich Siemens Energy neues Geschäft im Öl- und Gassektor. Der niederländische Konzern SBM Offshore beauftragte das Unternehmen mit der Lieferung elektrischer Energieerzeugungs- und Gasverdichtungssysteme für zwei Petrobras-Förderschiffe im Rahmen des SEAP-I- und SEAP-II-Projekts.

Die Auslieferungen sollen zwischen Ende 2027 und 2028 erfolgen. Der Auftrag unterstreicht, dass Siemens Energy neben dem klassischen Netz- und Energiegeschäft auch in der Öl- und Gasindustrie präsent bleibt.

Kursziele deutlich über dem aktuellen Niveau

Die Analysten von Bernstein Research bestätigten am Freitag ihre Einstufung „Outperform“ für Siemens Energy und beließen das Kursziel bei 210 Euro. Das liegt spürbar über dem aktuellen Kursniveau von 153,00 Euro, zu dem die Aktie am Freitag mit einem Plus von 0,5 Prozent schloss.

Der Blick auf den Kursverlauf zeigt allerdings, dass zuletzt nicht nur gute Nachrichten den Ton angaben. Auf Wochensicht verlor das Papier 4,8 Prozent, nachdem Medienberichten zufolge vor gut einer Woche bekannt wurde, dass sich der Aufsichtsrat mit einer möglichen Abspaltung einer Sparte befassen könnte.

Diese Unsicherheit belastet den Kurs auch dann, wenn operative Nachrichten wie der Rückkaufabschluss und der neue Offshore-Auftrag eigentlich für Zuversicht sprechen.

Auf Jahressicht steht die Aktie dennoch klar im Plus: Seit Jahresbeginn hat sie 27 Prozent zugelegt, verglichen mit dem Schlusskurs vor rund zwölf Monaten sogar 65 Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch bei 195,38 Euro, erreicht im April, ist das Papier derzeit 22 Prozent entfernt. Die Marktkapitalisierung liegt bei 131,32 Milliarden Euro.

Für Anleger ergibt sich damit ein zweigeteiltes Bild: Operativ liefert Siemens Energy mit Rekordaufträgen, angehobener Prognose und dem Abschluss eines milliardenschweren Rückkaufprogramms starke Argumente. Die Frage nach einer möglichen Konzernumstrukturierung sorgt jedoch weiterhin für Kursdruck, den auch positive Einzelmeldungen bislang nicht vollständig kompensieren konnten.

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Diskussion zu Siemens Energy

Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.