Startseite » DAX » Siemens Energy Aktie: Mexiko-Auftrag für Elektrolyseure
Symbolbild, KI-generiert

Siemens Energy Aktie: Mexiko-Auftrag für Elektrolyseure

Der EPC-Vertrag für das Wasserstoffprojekt steht noch unter Finanzierungsvorbehalt; die Inbetriebnahme ist für 2030 vorgesehen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Elektrolyseanlage mit rund 210 Megawatt
  • Projektfinanzierung bleibt Vollzugsbedingung
  • Bank of America bestätigt 250-Euro-Kursziel
  • Konzernziele bis 2030 folgen am 11. November

Siemens Energy sichert sich in Mexiko einen der größten Wasserstoffaufträge seiner Elektrolyse-Sparte. Zusammen mit Techint E&C hat das Unternehmen einen verbindlichen EPC-Vertrag für eine Anlage mit rund 210 Megawatt abgeschlossen. Das Timing passt: Die Aktie läuft ohnehin gut, und in knapp zwei Wochen steht der Kapitalmarkttag an.

Wasserstoff für Methanol in Sinaloa

Auftraggeber ist Transition Industries mit dem Projekt Pacifico Mexinol in Sinaloa. Die Anlage setzt auf den Elyzer-P-300-Elektrolyseur von Siemens Energy und soll erneuerbaren Wasserstoff für extrem kohlenstoffarmes Methanol liefern. Basis ist ein FEED-Vertrag vom August 2025.

Siemens Energy selbst spricht von der bislang größten Elektrolyseurinstallation des Konzerns auf dem amerikanischen Kontinent. Allerdings steht die Vereinbarung unter dem Vorbehalt üblicher Vollzugsbedingungen, darunter die Finanzierung des Projekts. Der Baubeginn ist für Anfang 2027 vorgesehen, die Inbetriebnahme des Komplexes für 2030.

Der Gesamtkomplex ist groß angelegt. Pro Jahr sollen dort Millionen Tonnen Methanol entstehen, überwiegend aus Erdgas mit Kohlenstoffabscheidung, dazu kleinere Mengen aus erneuerbarem Wasserstoff und recyceltem Kohlenstoff.

Bank of America bleibt bei 250 Euro

An der Börse dominiert derzeit allerdings das Gasturbinengeschäft. Die Bank of America bekräftigt ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 250 Euro. Auslöser sind die Zahlen der Konkurrenten GE Vernova und Hitachi: Die Gasmarge von GE Vernova übertraf die Erwartungen deutlich, Hitachi hob im Energiegeschäft die Margenprognose an.

Für neue Aufträge erwartet GE Vernova 2026 rund 50 Prozent höhere Preise pro Gigawatt. Die Analysten halten ihre eigene Gasmargen-Prognose für Siemens Energy im Jahr 2027 deshalb für vorsichtig. Sie liegt bei 19,7 Prozent, der Konsens bei 18,7 Prozent.

Hinzu kommt ein struktureller Unterschied: Anders als GE Vernova ist Siemens Energy noch nicht bis 2030 ausgebucht. Eine Abkühlung der Nachfrage dürfte dort also später einsetzen. Die Aktie legte am Donnerstag um 3 Prozent zu, seit Wochenbeginn steht ein Plus von mehr als 10 Prozent.

Der 11. November im Blick

Am 11. November legt der Konzern seine Ziele bis 2030 vor. Die Bank of America rechnet mit einer Margenspanne von 21 bis 23 Prozent für 2030. Für das Geschäftsjahr 2027 erwartet sie einen freien Cashflow von bis zu 9 bis 10 Milliarden Euro sowie Aktienrückkäufe von 4 Milliarden Euro pro Jahr. Selbst im Negativszenario sehen die Experten noch ordentliches Potenzial.

Anzeige

Stand heute, 29. Oktober: Siemens Energy – Kaufen, halten oder verkaufen?

Wer in Siemens Energy investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 29. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.

Siemens Energy: Gratis-Analyse (PDF) öffnen …

Diskussion zu Siemens Energy

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.