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Siemens Energy Aktie: Kerngeschäft wird Omterra

Siemens Energy meldet im dritten Geschäftsquartal Rekordaufträge und höhere Ergebnisse, während Gamesa erstmals seit 2022 wieder profitabel war.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Gemeinsame Marke Omterra noch 2026
  • Dampfturbinensparte wird mehrheitlich verkauft
  • Auftragseingang erreicht 17,9 Milliarden Euro
  • Gamesa schreibt wieder schwarze Zahlen

Siemens Energy bündelt sein Kerngeschäft künftig unter einem neuen Namen. Der Konzern und die Siemens Gamesa Renewable Energy sollen noch in diesem Jahr unter dem gemeinsamen Markendach „Omterra“ zusammengeführt werden, wie das Unternehmen mitteilte. Der Schritt markiert einen weiteren Baustein im laufenden Konzernumbau.

Neue Struktur nach der Sparten-Trennung

Der Markenwechsel folgt auf die bereits bekannte Entscheidung, die Dampfturbinensparte „Transformation of Industry“ abzuspalten und mehrheitlich zu verkaufen. Nach diesem Schnitt bleibt bei Siemens Energy vor allem das Geschäft mit Gasturbinen, Netztechnik und der Windkraft-Tochter übrig – genau dieser verbleibende Kern soll künftig als „Omterra“ auftreten.

Die Umbenennung signalisiert, dass der Konzern sich stärker auf die Energiewende-Sparten konzentrieren will, nachdem das margenschwächere Industriegeschäft ausgegliedert wird.

Namensänderungen dieser Größenordnung sind selten reine Kosmetik. Sie sollen Anlegern und Kunden verdeutlichen, dass sich das Unternehmen nach der Abspaltung als fokussierter Energiekonzern positioniert – mit Gasturbinen, Netztechnik und Windkraft als tragenden Säulen, statt als Mischkonzern mit Industriegeschäft.

Operatives Fundament stimmt

Der Rebranding-Schritt fällt in eine Phase, in der die operativen Zahlen deutlich besser aussehen als noch vor Jahresfrist. Im dritten Geschäftsquartal meldete Siemens Energy einen Auftragseingang von 17,9 Milliarden Euro, den höchsten Wert der Firmengeschichte.

Der Umsatz kletterte auf 11,4 Milliarden Euro, ein Plus von 18,5 Prozent auf vergleichbarer Basis. Das Ergebnis vor Sondereffekten schoss von 497 Millionen Euro im Vorjahresquartal auf 1.623 Millionen Euro.

Besonders bemerkenswert: Die Windkraft-Tochter Siemens Gamesa, die künftig Teil der Marke „Omterra“ werden soll, schrieb erstmals seit dem Geschäftsjahr 2022 wieder schwarze Zahlen und peilt für das laufende Geschäftsjahr den Break-even an.

Der Konzern bestätigte zudem seine Jahresprognose und stellte für die Ergebnis-Marge eher das obere Ende der Spanne von 10 bis 12 Prozent in Aussicht. Der Netto-Gewinn soll bei rund 4 Milliarden Euro landen, der freie Cashflow vor Steuern bei etwa 8 Milliarden Euro.

Kurs spiegelt Übergangsphase

An der Börse hat die Aktie den Umbau bereits honoriert, wenngleich zuletzt Konsolidierung einsetzte. Der Titel schloss am Freitag bei 149,28 Euro und liegt damit rund 24 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 195,38 Euro, das im April erreicht wurde.

Auf Sicht von zwölf Monaten steht dennoch ein Kursplus von 62 Prozent zu Buche – ein Beleg dafür, dass Anleger die strategische Neuausrichtung grundsätzlich positiv bewerten, auch wenn die kurzfristige Bewegung volatil bleibt.

Die Umbenennung in „Omterra“ dürfte in den kommenden Monaten weiter an Kontur gewinnen, während parallel der Verkaufsprozess für die Dampfturbinensparte fortschreitet. Für Anleger bleibt entscheidend, ob sich die operative Stärke aus dem dritten Quartal – Rekordauftragseingang, deutlich verbesserte Marge und die Rückkehr der Windkraft-Sparte in die Gewinnzone – auch nach Abschluss der Umstrukturierung fortsetzt.

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Diskussion zu Siemens Energy

Dr. Robert Sasse

Dr. Robert Sasse ist promovierter Ökonom und Unternehmer mit umfassender Expertise in Finanzmärkten und Wirtschaftstheorie. Seine akademische Ausbildung verbindet er mit praktischer Unternehmenserfahrung, um fundierte Analysen zu langfristigen Anlagestrategien zu liefern.

Als Verfechter einer marktwirtschaftlichen Ordnung fokussiert sich Dr. Sasse auf die Vermittlung von Strategien für nachhaltigen Vermögensaufbau durch Aktieninvestments. Seine wissenschaftlich fundierten Beiträge auf stock-world.de richten sich an Anleger, die eigenverantwortliche, informierte Entscheidungen für ihre finanzielle Zukunft treffen möchten.

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