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Symbolbild, KI-generiert

Siemens Energy Aktie: Historische Abnabelung!

Siemens Energy erlangt durch massiven Anteilsverkauf der Siemens AG mehr Eigenständigkeit und startet ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm. Der Kurs notiert nahe dem Jahreshöchststand.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Siemens AG reduziert Anteil von 15 auf 5,5 Prozent
  • Sechs Milliarden Euro für Aktienrückkäufe bis 2028
  • Auftragsbestand erreicht Rekordwert von 146 Milliarden Euro
  • Windkrafttochter Gamesa bleibt operative Herausforderung

Die Aktionärsstruktur von Siemens Energy erlebt den tiefgreifendsten Wandel seit dem Börsengang. Während der ehemalige Mutterkonzern Siemens AG seine Anteile massiv abverkauft, hält das Energietechnik-Unternehmen mit einem milliardenschweren Aktienrückkaufprogramm dagegen. An der Börse kommt diese neu gewonnene Eigenständigkeit hervorragend an: Mit einem Kurs von gut 170 Euro notiert das Papier nur Haaresbreite unter dem 52-Wochen-Hoch. Seit Jahresanfang beläuft sich das Kursplus auf fast 39 Prozent.

Der Rückzug und das Gegengewicht

Anfang April reduzierte die Siemens AG ihren Stimmrechtsanteil von knapp 15 auf nur noch 5,54 Prozent. Der Erlös aus fällig gewordenen Termingeschäften spült dem Münchner Traditionskonzern rund 3,8 Milliarden Euro in die Kassen. Für Siemens Energy bedeutet dieser Schritt mehr Unabhängigkeit bei strategischen Entscheidungen und zukünftigen Investitionen.

Parallel dazu stützt das Management den eigenen Streubesitz. Bis zum Ende des Geschäftsjahres 2028 plant der Vorstand, eigene Papiere im Wert von bis zu sechs Milliarden Euro zurückzukaufen. Allein seit Anfang März sammelte das Unternehmen über acht Millionen Aktien über verschiedene europäische Handelsplätze ein.

Volle Auftragsbücher und Cloud-Pakt

Der strukturelle Umbau trifft auf ein operatives Kerngeschäft in Hochform. Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres kletterten die Neuaufträge um ein Drittel auf 17,6 Milliarden Euro. Der gesamte Auftragsbestand markiert mit 146 Milliarden Euro einen neuen Rekordwert. Besonders die Sparte Gas Services glänzt: Die Kapazitäten für Gasturbinen sind bereits bis 2028 vollständig ausgebucht.

Dazu passt eine frisch verkündete Technologie-Allianz. Amazon Web Services (AWS) baut die Zusammenarbeit aus und wird zum strategischen Cloud-Anbieter für den Energietechnikkonzern. Im Gegenzug wollen beide Unternehmen gemeinsam neue Wege zur Energieversorgung der gigantischen Amazon-Rechenzentren erschließen.

Die Baustelle Gamesa

Trotz des operativen Rückenwinds bleibt die Windkrafttochter Siemens Gamesa ein Bremsklotz. Nach einem Quartalsverlust von 46 Millionen Euro muss die Sparte im weiteren Jahresverlauf zwingend die Wende schaffen. Das Management rechnet für das erste Halbjahr noch mit roten Zahlen, bevor in der zweiten Jahreshälfte der operative Breakeven erreicht werden soll. Dieses Ziel ist fest in die Jahresprognose eingepreist, die einen Nettogewinn zwischen drei und vier Milliarden Euro vorsieht.

Am 12. Mai präsentiert Siemens Energy die Zahlen für das zweite Quartal. Liefert das Management dann erste handfeste Beweise für den Turnaround bei Gamesa, rücken die optimistischen Kursziele der Analysten in greifbare Nähe. JPMorgan taxiert den fairen Wert der Aktie aktuell auf 200 Euro, die Deutsche Bank sieht das Ziel bei 180 Euro.

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