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Siemens Energy Aktie: Großauftrag für 50Hertz

Siemens Energy erhält Großauftrag für Offshore-Plattform vor Sylt. RBC erhöht Kursziel auf 210 Euro. Aktie legt zu.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Neue Offshore-Plattform in der Nordsee
  • RBC erhöht Kursziel auf 210 Euro
  • KI-Rechenzentren als Wachstumstreiber
  • Quartalszahlen am 5. August erwartet

Siemens Energy sichert sich einen weiteren Großauftrag für die Energiewende. Zusammen mit einem Konsortium baut der Konzern eine neue Offshore-Plattform für den Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz. Die Aktie honoriert das am Freitag mit einem Kursplus.

Neue Plattform vor Sylt

Der Auftrag trägt den Namen „North Sea Connector 2″. Die Plattform soll rund 200 Kilometer westlich von Sylt in der Nordsee entstehen. Sie bündelt künftig Offshore-Windstrom mit einer Kapazität von 2 Gigawatt und leitet ihn ins deutsche Netz.

Siemens Energy baut das Projekt gemeinsam mit der Neptun Werft und dem Unternehmen Smulders. Die Onshore-Station entsteht in der Nähe von Mühlenbeck. Für die Standorte in Mecklenburg-Vorpommern sichert der Auftrag langfristig Arbeitsplätze.

Solche Großprojekte treiben den Auftragsbestand von Siemens Energy weiter nach oben. Der Bestand liegt bereits auf Rekordniveau. Der Konzern positioniert sich damit als zentraler Akteur bei der Dekarbonisierung der Energieinfrastruktur.

RBC erhöht Kursziel auf 210 Euro

Parallel zur operativen Nachricht meldete sich RBC Capital Markets zu Wort. Analyst Mark Fielding hob sein Kursziel von 200 auf 210 Euro an. Die Einstufung „Outperform“ bestätigte er.

Fielding erwartet für die zweite Jahreshälfte 2026 einen deutlichen Anstieg des bereinigten Ebita. Als Treiber nennt er drei Bereiche:

  • Die globale Elektrifizierung und den Ausbau der Stromnetze
  • Den steigenden Energiebedarf von KI-Rechenzentren
  • Eine erwartete Erholung der europäischen Industrie

Besonders der Bereich KI-Infrastruktur rückt bei Investoren in den Fokus. Rechenzentren benötigen eine hochverfügbare, leistungsstarke Energieversorgung. Siemens Energy profitiert direkt von den Investitionen großer Technologiekonzerne in ihre Cloud-Infrastruktur.

Aktie nähert sich altem Hoch

Am Freitag schloss die Aktie mit einem Plus von 1,59 Prozent bei 167,60 Euro. Auf Wochensicht steht sogar ein Plus von 8,63 Prozent zu Buche. Seit Jahresbeginn hat sich der Kurs um 36,48 Prozent verteuert.

Der Blick auf die vergangenen zwölf Monate zeigt die Dynamik noch deutlicher. Hier steht ein Plus von 81,19 Prozent. Zum 52-Wochen-Hoch von 195,54 Euro aus dem April fehlen der Aktie aber noch 14,29 Prozent.

Charttechnisch bewegt sich das Papier derzeit exakt an seinem 50-Tage-Durchschnitt von 167,67 Euro. Ein nachhaltiger Sprung über diese Marke könnte den kurzfristigen Aufwärtstrend festigen. Der RSI von 53,8 signalisiert weder eine überkaufte noch eine überverkaufte Situation.

Ausblick: Zahlen am 5. August

Am 5. August 2026 veröffentlicht Siemens Energy die Zahlen zum dritten Quartal. Im Fokus steht dabei die Windtochter Gamesa und ihr Erholungskurs. Dazu zeigt sich, ob sich der Rekord-Auftragsbestand bereits in höheren Margen niederschlägt.

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