Eskalierende geopolitische Spannungen im Nahen Osten und ein unruhiges Marktumfeld machen auch vor den jüngsten Überfliegern am deutschen Aktienmarkt keinen Halt. Bei Siemens Energy trifft der allgemeine Abgabedruck auf ein Wertpapier, das nach einer monatelangen Rallye ohnehin reif für eine Verschnaufpause war. Obwohl das fundamentale Geschäft dank voller Auftragsbücher brummt, nehmen Anleger derzeit Gewinne mit.
Deutlicher Abstand zum Rekordhoch
Zum Wochenausklang am Freitag rutschte das Papier um 4,55 Prozent auf 139,65 Euro ab. Damit summiert sich der Kursverlust auf Sicht von 30 Tagen mittlerweile auf knapp 16 Prozent. Marktbeobachter werten diese Entwicklung als notwendige technische Normalisierung. Mit einem Relative-Stärke-Index (RSI) von fast 85 galt der Titel in den vergangenen Wochen als massiv überkauft.
Die Distanz zur 200-Tage-Linie, die aktuell bei 116,12 Euro verläuft, hat sich durch die jüngsten Kursverluste auf ein gesünderes Niveau von rund 20 Prozent verringert. Zuvor hatte die Aktie erst Ende Februar ein 52-Wochen-Hoch markiert und sich extrem weit von ihren gleitenden Durchschnitten entfernt.
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Volle Auftragsbücher stützen
Abseits der charttechnischen Schwankungen präsentiert sich das operative Geschäft äußerst robust. Ein massiver Auftragsbestand von 146 Milliarden Euro liefert dem Energietechnikkonzern weitreichende Planungssicherheit. Besonders das Segment mit Gasturbinen floriert, direkt angetrieben durch den enormen Energiehunger beim globalen Ausbau von KI-Rechenzentren.
Um diese spezifische Nachfrage zu bedienen, fließen derzeit rund eine Milliarde US-Dollar in den Ausbau von fünf US-Standorten. Gleichzeitig mehren sich die Anzeichen, dass bei der krisengeprüften Windkrafttochter Siemens Gamesa die tiefgreifendsten operativen Hürden überwunden sind.
Das extrem volatile Börsenumfeld erfordert nun eine kurzfristige Neubewertung der Risiken. Charttechnisch rückt die wichtige Unterstützungszone bei 138 Euro unmittelbar in den Fokus. Solange diese Marke auf Schlusskursbasis erfolgreich verteidigt wird, gilt der mittelfristige Aufwärtstrend als intakt. Ein nachhaltiger Bruch dieser Linie aktiviert hingegen weiteres Abwärtspotenzial in Richtung des 200-Tage-Durchschnitts.
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