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Symbolbild, KI-generiert

Siemens Energy Aktie: Gamesa erzielt 75 Millionen EBITA

Siemens Energy plant die Marke Omterra, während der Aufsichtsrat über die Abspaltung der Industriesparte streitet. Starke Quartalszahlen und Aktienrückkäufe begleiten die Debatte.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Interne Kritik an Abspaltungsplänen
  • Neue Dachmarke Omterra angekündigt
  • Rekordquartal mit 1,19 Mrd. Euro Gewinn
  • Aktienrückkauf und Kursziel 210 Euro

Während Siemens Energy an einer neuen Konzernidentität arbeitet, brodelt es hinter den Kulissen des Aufsichtsrats. Medienberichten zufolge regt sich interner Widerstand gegen das Projekt mit dem Codenamen „Project Voyager“ – die geplante Abspaltung der Industriesparte Transformation of Industry unter Anne-Laure de Chammard. Der Streit dreht sich um die Frage, ob eine solche Abspaltung der Auftakt zu einer weitergehenden Zerschlagung des Konzerns wäre.

Neue Dachmarke „Omterra“ geplant

Parallel zu den strategischen Diskussionen bereitet Siemens Energy einen Markenwechsel vor. Die Einheiten Siemens Energy und die Windkraft-Tochter Siemens Gamesa sollen künftig unter der neuen Dachmarke „Omterra“ auftreten, wie das Unternehmen mitteilte.

Der Zeitpunkt ist bemerkenswert: Ausgerechnet während über die Zukunft der Konzernstruktur gestritten wird, treibt das Management die Vereinheitlichung der Marke voran.

Wie sich beides – Markenintegration einerseits, mögliche Abspaltung andererseits – miteinander verträgt, dürfte auch Thema der für den 25. August angesetzten Aufsichtsratssitzung sein, bei der die strategischen Optionen für die Industriesparte erörtert werden sollen.

Die Debatte trifft einen Konzern, der operativ derzeit so stark dasteht wie lange nicht. Der Nettogewinn im dritten Geschäftsquartal zum 30. Juni sprang auf 1,19 Milliarden Euro, nach 697 Millionen Euro im Vorjahresquartal.

Der Umsatz wuchs auf vergleichbarer Basis um 18,5 Prozent auf 11,45 Milliarden Euro. Besonders bemerkenswert: Siemens Gamesa erzielte mit 75 Millionen Euro EBITA das erste positive Quartalsergebnis seit dem Geschäftsjahr 2022 – ausgerechnet jene Sparte, die nun Teil der neuen Dachmarke werden soll.

Für das laufende Geschäftsjahr bestätigte das Unternehmen seine Prognose eines Jahresüberschusses von rund 4 Milliarden Euro bei einer EBITA-Marge am oberen Ende der Spanne von 10 bis 12 Prozent.

Aktienrückkäufe laufen weiter

Auch operativ zeigt sich Siemens Energy in Kauflaune – bei den eigenen Aktien. In der ersten Augustwoche erwarb der Konzern 694.400 eigene Anteile, womit sich das Gesamtvolumen im laufenden Rückkaufprogramm auf knapp 6 Millionen Aktien erhöht.

Bernstein Research bekräftigte am Mittwoch und Donnerstag über zwei Analysten hinweg seine positive Einschätzung. Alasdair Leslie beließ das Kursziel bei 210 Euro und verwies auf die anhaltende Dynamik im Geschäft mit Rechenzentren sowie eine sich verbessernde Preise-Kosten-Relation.

Sein Kollege Chad Dillard bestätigte ebenfalls ein Kursziel von 210 Euro und richtete den Blick auf den Fachkräftemangel in den USA, der den Ausbau von Rechenzentren bis 2030 begrenzen und Siemens Energy zu stärkerer Modularisierung in der Fertigung zwingen könnte.

Kurs bleibt unter Rekordhoch

Die Siemens-Energy-Aktie schloss am Donnerstag bei 161,24 Euro, ein Minus von 1,1 Prozent zum Vortag. Über die vergangenen sieben und 30 Tage steht dennoch jeweils ein Plus von rund 5 Prozent zu Buche, seit Jahresbeginn hat sich das Papier um 34 Prozent verteuert.

Zum bisherigen 52-Wochen-Hoch von 195,38 Euro, erreicht im April, fehlen der Aktie derzeit 17 Prozent – ein Abstand, der zeigt, dass trotz starker Quartalszahlen und Rückkäufen noch Luft nach oben besteht, sollte der Konflikt um die Konzernstruktur zugunsten der Anleger gelöst werden.

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