Siemens Energy hat am Dienstag ein neues 52-Wochen-Hoch bei 170,92 Euro markiert. Die Aktie hat sich damit in zwölf Monaten fast verdreifacht — ein Anstieg von 194 Prozent. Hinter dieser Rally steckt mehr als Stimmung.
Rückenwind aus drei Richtungen
Barclays hat das Kursziel für Siemens Energy von 90 auf 100 Euro angehoben. Die Einstufung bleibt bei „Equal-Weight“ — die Analysten würdigen die operative Erholung und den hohen Auftragsbestand, sehen aber weiteres Kurspotenzial vor allem an den Fortschritten bei Gamesa geknüpft.
Parallel läuft das Aktienrückkaufprogramm mit Volldampf. Zwischen dem 7. und 12. April kaufte Siemens Energy rund 1,09 Millionen eigene Aktien zurück. Seit Programmstart am 4. März 2026 sind es insgesamt 8,42 Millionen Anteile. Das Gesamtvolumen beträgt bis zu 2 Milliarden Euro, der Abschluss ist bis September 2026 geplant. Diese kontinuierlichen Käufe wirken als technische Stütze am Markt.
Hinzu kommen beruhigende Worte zur US-Handelspolitik. Finanzvorständin Maria Ferraro erwartet Belastungen durch US-Importzölle im niedrigen dreistelligen Millionenbereich — also unter den rund 200 Millionen Euro des Vorjahres. Möglich macht das die lokale Produktion: 28 Standorte in den USA reduzieren die Abhängigkeit von grenzüberschreitenden Lieferketten erheblich.
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Starke Zahlen, ein Sorgenkind
Das fundamentale Fundament ist beeindruckend. Im ersten Quartal 2026 verdreifachte sich der Nettogewinn auf 746 Millionen Euro. Der Auftragsbestand kletterte auf einen Rekordwert von 146 Milliarden Euro. Treiber sind vor allem die Bereiche Netztechnik und Gasturbinen — beide profitieren vom weltweiten Ausbau von Rechenzentren und KI-Infrastruktur.
Ein Sorgenkind bleibt die Windkraftsparte Gamesa. Sie schreibt weiterhin rote Zahlen. Das Management hält jedoch am Ziel fest, im Laufe des Geschäftsjahres 2026 den Break-even zu erreichen. Ob das gelingt, dürfte maßgeblich beeinflussen, wie weit die Aktie noch laufen kann — sie notiert bereits knapp zehn Prozent über ihrem 50-Tage-Durchschnitt.
Nächster Test: 12. Mai
Am 12. Mai 2026 veröffentlicht Siemens Energy die Zahlen für das zweite Quartal. Marktteilnehmer erwarten Details zur Margenentwicklung im Segment „Transformation of Industry“ sowie ein Update zum Stand der Gamesa-Sanierung. FactSet-Analysten prognostizieren für das Gesamtjahr 2026 eine Dividende von 1,70 Euro je Aktie — mehr als doppelt so viel wie die 0,70 Euro, die für 2025 ausgeschüttet wurden. Das zeigt, wie stark das Unternehmen die eigene Erholung selbst einpreist.
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