Seit heute ist Siemens Energy gleichzeitig im DAX, Euro Stoxx 50 und Stoxx Europe 50 gelistet — ein in Europa seltenes Dreifach-Mandat. Die Aufnahme in den Stoxx Europe 50 per Fast-Entry-Regel löst unmittelbaren Kaufdruck aus. ETFs und Fonds, die den Index abbilden, müssen die Aktie nun zwingend ins Portfolio aufnehmen. Gleichzeitig läuft seit dem 4. März ein Aktienrückkaufprogramm über bis zu 2 Milliarden Euro, das das frei handelbare Angebot schrumpfen lässt.
Das operative Fundament liefert dazu passende Argumente: Im ersten Quartal stiegen die Neuaufträge um 33 Prozent auf 17,6 Milliarden Euro, der Auftragsbestand kletterte auf einen Rekordwert von 146 Milliarden Euro. Besonders das Grid-Technologies-Segment wuchs stark — der Umsatz mit Hyperscalern, also Betreibern großer KI-Rechenzentren, verdoppelte sich auf über 2 Milliarden Euro.
Kurskorrektur trotz starker Zahlen
Die Aktie notiert rund 17 Prozent unter ihrem Anfang Februar erreichten 52-Wochen-Hoch von 169,20 Euro. Der aktuelle Kurs von 139,65 Euro liegt zudem deutlich unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 151,19 Euro — ein Zeichen, dass der Markt trotz der positiven Meldungslage zuletzt Gewinne mitgenommen hat. Immerhin: Auf Sicht von zwölf Monaten steht noch ein Plus von über 130 Prozent zu Buche.
Neben dem Rückkaufprogramm hat die Hauptversammlung im Februar erstmals seit drei Jahren wieder eine Dividende beschlossen — 0,70 Euro je Aktie.
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Gamesa bleibt das offene Kapitel
Der entscheidende Unsicherheitsfaktor bleibt die Windkrafttochter Siemens Gamesa. Ihr operativer Verlust verbesserte sich im ersten Quartal deutlich auf 46 Millionen Euro, nach 374 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Für die Mittelfristziele 2028 — eine Marge von 14 bis 16 Prozent — setzt das Management einen vollständigen Turnaround der Sparte voraus.
Ob dieser gelingt, ist zwischen Investoren umstritten. Der aktivistische Aktionär Ananym hält das Windgeschäft für eine strukturelle Belastung. Große institutionelle Anleger wie DWS und Union Investment stützen hingegen den Kurs des Managements und lehnen einen sofortigen Spin-off ab.
Am 12. Mai legt Siemens Energy die Zahlen für das zweite Quartal vor. Dann wird sich zeigen, ob Gamesa seinen Weg zum geplanten Break-even planmäßig fortsetzt — und ob der Markt die laufende Kurskorrektur als Kaufgelegenheit betrachtet hat.
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